Tipps für mehr Standfestigkeit im Bett – Teil 3

In den ersten zwei Teilen unserer Reihe, wie Männer für mehr Standhaftigkeit ihres besten Stückes sorgen können, sind wir darauf eingegangen, wie zum einen die äußeren Lebensumstände optimal angepaßt und Streß vermieden werden kann und zum anderen, wie sich die Ernährung positiv auf die Potenz auswirkt. Im dritten und letzten Teil der Reihe gehen wir schließlich auf einen Aspekt ein, den auch namhafte Männermagazine wie Men’s Health immer wieder ans Herz legen – die Fitneß. Kraft, Ausdauer und eine ansehnliche Performance können bereits mit ein paar wenigen und leicht umzusetzenden Übungen erreicht werden.

Weg mit dem Speck – Körperfett beeinträchtigt die Manneskraft

Es ist kein Geheimnis, daß zu viel Körperfett ungesund ist. Allerdings wirkt sich ein zu hoher Fettanteil auch auf die Libido und die Manneskraft aus. Ein erster Indikator dafür, ob zu viel Butter auf dem Brötchen ist, liefert der BMI – der Body-Mass-Index. Liegt dieser über 25 gilt der Mann als fettleibig. Eine Ausnahme dabei bilden jedoch Kraftsportler. Muskeln wiegen bekanntlich mehr als Fett. Der BMI gilt demnach nur für Normaltrainierte. Fett ist ein regelrechter Lustkiller und verwandelt das wertvolle Testosteron in Östrogen. Für eine ausreichende Erektion ist allerdings viel Testosteron notwendig. Östrogene hingegen verhindern den Aufbau einer Erektion. Zu diesem Schluß kam der Mediziner für Fruchtbarkeitsforschung Larry Lipshultz des Baylor Colleges für Medizin. Eine Diät zur Gewichtsreduzierung ist somit ein wichtiger Schritt, um der Manneskraft wieder auf die Sprünge zu helfen.

Die tägliche Dosis Fitneß

Sport hält gesund und erhöht die Potenz. So weit so gut. Doch welche Übungen sorgen wirklich für mehr Spaß im Bett? Natürlich sollte der Beckenboden trainiert werden. Die Bänder und Sehnen dieses Bereichs sind die Grundvoraussetzung für eine Erektion. Daneben hält der Hamburger Urologe Dr. Frank Sommer noch weitere Übungen zur Potenzsteigerung bereit. Die erste Übung nennt sich die Schaukel. Dabei führen die Hände zur Hüfte und die Knie werden zunächst leicht, später stärker gebeugt. Nun wird das Becken nach vorn geschoben. Die Spannung, die dabei entsteht, wird kurz gehalten. Danach wird das Becken nach hinten geschoben und kehrt anschließend wieder in die Ausgangsposition zurück. Das ganze sieht zwar etwas eigenartig aus, doch der Effekt ist enorm. Und was sind schon ein paar schräge Übungen im stillen Kämmerlein gegen eine heiße Performance im Zweisamen Schlafzimmer? Auch die zweite Übung ist sehr wirkungsvoll, sie nennt sich die schiefe Ebene. Der Mann begibt sich dabei in die Rückenposition. Die Füße und Ellenbogen stützen den Körper. Der Körper wird dabei so weit wie möglich nach oben gestreckt. Wer diese schon recht anspruchsvolle Übung noch etwas steigern will, kann nun noch ein Bein nach oben heben. Diese Position erfordert allerdings schon etwas mehr Geschick.

Augen auf beim Sattelkauf

Ausdauersportarten sind ideal um sich fit zu halten und die Potenz und Leistungsfähigkeit zu steigern. Schwimmen, Joggen, Radfahren – die Möglichkeiten sind vielseitig. Bei letzterem sollten Männer jedoch besonders auf ihr gutes Stück aufpassen. Radfahren ist gesund, keine Frage, doch erst die Wahl des richtigen Sattels sorgt auch für die nötige Manneskraft. Es ist nämlich nachgewiesen, daß bei einem falschen Sattel der Penis eingeklemmt und die Blutzufuhr gestört wird. Deshalb leiden vor allem Radsportler so häufig an einer erektilen Dysfunktion. Oft liegt es am falschen Satteldesign. Sowohl Ledersattel als auch Rennradsattel schneiden sehr schlecht bei den Untersuchungen ab. Sie sind zu hart und drücken bei langen Fahrten zu sehr auf die Samenleiter, was letztlich zur Unfruchtbarkeit führen kann. Bevor sich Männer also auf den Sattel schwingen, sollten sie sich vorab gründlich beraten lassen. Den meisten Fachgeschäften ist die Problematik längst bekannt und es werden speziell ergonomisch geformte Sattel angeboten, die sich nicht als Potenzkiller erweisen.

Training für den Beckenboden

Auch Frauen können ein Lied davon singen – der Beckenboden ist elementar für guten Sex und die Orgasmus Fähigkeit. Doch nicht nur die holde Weiblichkeit tut gut daran, ihren Beckenboden fit zu halten, auch Männer können in Sachen Potenz noch einiges nachholen, wenn sie ihren Beckenboden trainieren. Eine britische Studie hat ergeben, daß Männer bereits nach sechs Monaten Training eine deutlich verbesserte Erektionsfähigkeit vorweisen konnten. Der Schlüssel zum Glück sind dabei nur wenige und einfach zu erlernende Übungen. Spannen und entspannen heißt dabei die Devise. Kneifen Sie dafür einfach ihre Pobacken zusammen und halten Sie die Spannung für zehn Sekunden, dann locker lassen. Wiederholen Sie diesen Vorgang erst zehn Mal, später erhöhen Sie auf bis zu dreißig Mal. Die ganze Übung sollte etwa drei Mal täglich vorgenommen werden. Sie kann sowohl im Stehen, Liegen oder Sitzen gemacht werden, ganz gleich ob Zuhause oder im Büro. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen möglichen Urinstrahl oder Samenerguß zu stoppen. Diese Übungen kräftigen den Beckenboden und sorgen im richtigen Moment für mehr Standhaftigkeit.

Mit Akupunktur zu mehr Potenz

Keine Sorge, bei diesem Tipp sollen weder Penis noch Hoden mit Nadeln malträtiert werden. Doch Akupunktur kann sich sehr positiv auf die männliche Potenz auswirken. Die Nadeln werden dabei auf den Rücken gesetzt, Schmerzen entstehen dabei nicht. Vor allem psychisch bedingte Erektionsschwächen können mit dieser Methode sehr gut behandelt werden, bestätigt auch eine Studie im „International Journal of Impotence Research“. Die Studie basiert auf der Annahme, daß viele Erektionsprobleme durch Störungen der Nervenbahnen hervorgerufen werden. Die Studie unter der Leitung vom Mediziner Paul Engelhardt war zudem sehr erfolgreich. Etwa 64 Prozent der Teilnehmer, die zuvor an einer Erektionsstörung litten, konnten nach der Behandlung wieder eine Erektion aufbauen, die für den Sex ausreichend war.

Massage mal anders

Massagen gibt es in vielen Varianten und Ausführungsarten. Der Rücken, die Füße, das Gesicht – Massagen sind sehr beliebt und werden immer häufiger in Anspruch genommen. Der wohltuende sanfte Druck auf die sensiblen Körperstellen löst Verspannungen und sorgt für ein besseres Körpergefühl, das ist allgemein bekannt. Daß jedoch auch eine Hodenmassage äußerst wohltuend und zudem auch noch sehr gesund ist, wissen die wenigsten. Gerade Männer, die an Potenzproblemen leiden oder sich mehr Standhaftigkeit im Bett wünschen, können von dieser speziellen Massage nur profitieren. Mit wenigen Handgriffen wird die Durchblutung gefördert. Dazu sind ein paar einfache Schritte nötig. Bei der ersten Technik werden die Samenstränge vorsichtig zwischen Zeigefinger und Daumen genommen. Nun streichen Sie langsam von der Peniswurzel nach unten und wieder zurück. In einer anderen Übung werden beide Daumen außerhalb an den Hodensack gelegt. In kreisförmigen Bewegungen wird nun massiert. Langsam und behutsam. Diese Techniken müssen übrigens nicht allein gemacht werden. Die Partnerin kann dabei ruhig etwas behilflich sein.

Sex für mehr Sex

Die Menschen haben Sex, weil es ihnen Spaß macht, weil sie dadurch ihren Fortbestand sichern und weil es ein willkommener Ausgleich zum stressigen Alltag ist. Doch es gibt noch einen weiteren Grund, warum vor allem Männer auf keinen Fall auf Sex verzichten sollten – Sex. Richtig gelesen. Wer viel Sex hat, läuft weniger Gefahr, irgendwann an einer erektilen Dysfunktion zu leiden. Übung macht also den Ständer. Je öfter der Mann zum Zug kommt, desto besser wirkt sich dies auf die Potenz aus. Denn Sex fördert die Produktion von Testosteron, welches wiederum zum Sex benötigt wird. Wer nun jedoch ohne Partnerin in den Laken liegt, muß nicht gleich verzweifeln. Denn anders als die landläufige Meinung es besagt, macht Masturbation weder blind oder blöd, noch zieht es das Rückenmark aus den Knochen oder vermindert die Samenproduktion. Ganz im Gegenteil. Auch ohne Freundin sollte der Mann öfter mal selbst Hand anlegen. Der Urologe Dr. Jörn Witt benennt dabei einen gewissen Trainingseffekt und sagt, wer schon in jungen Jahren mit dem Masturbieren anfängt, wird auch im Alter mehr und besseren Sex haben. Dies bestätigt der amerikanische Biologe Robert Pollack. Auch andere Untersuchungen bestätigen, daß Selbstbefriedigung die Gefäße reinigt und vor Schadstoffen schützt. Somit sind Männer vor einer erektilen Dysfunktion gefeit und müssen seltener zu Potenzmitteln wie Viagra greifen.

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