Die Seele baumeln lassen – so gelingt es

Es ist nicht leicht, heutzutage einmal richtig zu entspannen. Täglich werden die Menschen bereits in jungen Jahren in der Schule stark gefordert und mit dem Eintritt ins Berufsleben wird es zumeist noch stressiger. Ja, das war schon immer so, doch mit der digitalen Revolution, die alles in unserem Leben umgeworfen hat, nahm der Streß noch einmal zu, das schnellebige Leben nahm kräftig an Fahrt auf. Da sind einige ruhige Minuten und Stunden Gold wert. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? Es ist nicht einfach, sich heute Mußezeit abzuzwacken. Dies sollte aber von Zeit zu Zeit getan werden, sonst erkrankt der Mensch. Mit einigen einfachen Mitteln gelingt auch heute die Entspannung.

Es braucht einige Zeit, um abzuschalten und den Entspannungsmodus zu starten

Zahlreiche Menschen beklagen, daß Überstunden im Beruf für sie zum Alltag gehören, wobei die Bezahlung für die Überstunden keinen adäquaten Ausgleich darstellt. Zwar können die Überstunden abgefeiert, doch dies ist auch abhängig von der Markt- und Auftragslage des Unternehmens. Und wer erst einmal einige Wochen Überstunden am Stück gemacht hat, weiß, daß zwei abgefeierte Tage auch keine wirkliche Entspannung bringen. Es braucht eben einige Zeit, vom Arbeitsmodus herunterzukommen, in den Urlaubsmodus umzuschalten und zu entspannen. Zumal die freie Zeit auch für die Kinder genutzt wird. Dies ist schön, keine Frage, doch jeder braucht mal einige Zeit für sich allein.

Viele Menschen machen sich den Streß auch selbst

Hinzu kommt, daß in vielen Branchen von den Vorgesetzten erwartet wird, daß die Mitarbeiter auf Abruf bereit sein und mal eben Nachrichten von Kunden beantworten sollen, die nach Feierabend noch hereinkommen. So leben viele Menschen in Anspannung, wann denn wohl eine E-Mail im Smartphone ankommt. Doch viele Menschen machen sich den Streß auch selbst. Klar, versucht man, im Beruf das Bestmögliche zu geben, doch Feierabend ist Feierabend, daran kann auch der Chef nicht rütteln. Mal eine Überstunde ist ok, doch wenn man daheim ist, sollte man den Vorgesetzten möglichst einen guten Mann – oder eine gute Frau – sein lassen.

Das Smartphone beiseitelegen, weg vom Bildschirm

Zudem sollten Wellnesshungrige einmal das Smartphone zur Seite legen. Ständige Erreichbarkeit über Kurznachrichten, E-Mail, Foren und Apps machen auf lange Sicht krank. Wer einmal den Blick vom Bildschirm seines Mobiltelefons hebt und mit offenen Augen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt, wird sehen, daß viele Menschen, vor allem junge Menschen, den Blick nicht mehr vom Smartphone heben und nichts von ihrer Umwelt mitbekommen. Cineasten fühlen sich bei diesem Anblick mehr und mehr an Zombiefilme erinnert. Für diese Menschen etabliert sich daher mehr und mehr der Begriff des digitalen Zombies. Im Jahr 2015 wurde das Jugendort des Jahres für diese Menschen geprägt: Smombie.

Entspannung im Urlaub im Spa oder Wellneßhotel

Zahlreiche Ärzte warnen derzeit vor den Auswirkungen der Smartphone-Sucht. Zur Entspannung ist es also gut, das Telefon einmal beiseite zu legen. Das gilt auch für alle weiteren Bildschirme wie TV, Laptop und PC. Dann kann überlegt werden, was man unternehmen kann, um sich zu entspannen. Hierfür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, so daß für jeden Entspannungstyp etwas dabei ist. Das für viele Menschen naheliegendste ist es, natürlich in den Urlaub zu fahren und eventuell einen Tag oder mehr im Spa oder einem Wellneßhotel zu buchen. Massagen, Schlammpackungen und Gänge in die Sauna wirken wahre Wunder, wenn man sich entspannen möchte.

Die entspannende Einsamkeit im Wald und in den Bergen

Das Spa oder Wellneßhotel ist allerdings nicht die einzige Möglichkeit, die Menschen zur Entspannung nutzen können. Viele Menschen können sich nicht entspannen, wenn sie sich von anderen Menschen verwöhnen lassen oder wenn weitere Menschen auch nur anwesend sind. Sie suchen vielmehr die Einsamkeit, die sie bei Spaziergängen im Wald oder Wandern in den Bergen finden. Die körperliche Bewegung ist vor allem für Menschen gut und befreiend, die ihre Tage sitzend im Büro verbringen und sich kaum bewegen. Die frische und würzige Wald- oder Bergluft holt zudem den miefigen Bürogeruch aus der Nase und sorgt für einen klaren Kopf.

Power-Napping

Es muß aber niemand gleich in den Wellneß- oder Wanderurlaub fahren, um die Seele baumeln zu lassen. Mit einigen Tricks kann man verhindern, daß man zu schnell urlaubsreif ist oder sogar ein Burnout droht. Es sind vielmehr die kleinen und alltäglichen Dinge, die wichtig sind für die Entspannung. So hilft ein kleines, in der Mittagspause eingeschobenes Power-Napping schon wahre Wunder und bringt Energie für einige Stunden. So ein Power-Napping muß allerdings ein wenig geübt werden, bis es richtig klappt. Denn bei dieser Art des Tagschlafes sollte man keinesfalls länger als ein paar Minuten ruhen und nicht in Tiefschlaf verfallen, denn sonst stellt sich der gegenteilige Effekt ein. Statt neue Kraft zu tanken wird die Müdigkeit nach dem Aufwachen stärker.

Umstellung der Ernährung und Sport

Auch eine Umstellung der Ernährung kann helfen, den Streß zu lindern. Eine leichte Ernährung, die wenig gesättigte Fette und kurzkettige Kohlehydrate enthält, hält den Körper schlank und liefert genug Energie, um die Arbeitstage effektiv durch zu powern, ohne am Schluß durchzuhängen. Auch wenn es kurzfristig hilft, sollten Wachmacher wie Kaffee oder gar Koffeintabletten weitgehend verbannt werden. Mit solchen Pushern wird es auf lange Sicht nur schlimmer. Wenn Körper und Geist Pause brauchen, sollte man sich diese Pause auch nehmen. Mit der richtigen Ernährung wird auch nach Feierabend ein lockeres Ausdauertraining möglich, was ebenso zur Entspannung verhilft wie Yoga und Pilates. Allerdings sollte man darauf achten, es nicht zu übertreiben und den Streß auf den sportlichen Bereich auszudehnen. Ein wenig Training, um den Körper gesund und fit zu halten, ist ausreichend.

Streßbewältigung im Bett

Man kann das Training auch zwischen die Laken verlegen. Ein entspannendes Vorspiel etwa mit einer Fußsohlenreflexmassage läßt die Sorgen verfliegen und macht bereits Lust auf mehr. Der folgende Sex hilft danach gleich auf mehreren Ebenen. So ist die intime Zweisamkeit bereits Balsam für die Seele, den Körper des Partners zu spüren, ihn zu riechen, in der vertrauten Situation mit dem Partner kann man sich fallen lassen. Während des Liebesspiels wird Oxytocin ausgeschüttet, das sogenannte Kuschelhormon, das für ein innigeres Gefühl sorgt. Nach dem Orgasmus sind sowohl Frau als auch Mann gelöst und entspannt. Denn beim Höhepunkt schüttet der Körper Glückshormone aus, die für ein natürliches Hochgefühl sorgen und entspannen. Und schließlich macht Sex auch Spaß.

Kleine Hilfsmittel für die Streßbewältigung im Bett

Wer zu spät bemerkt, daß er sich in einer Streßspirale befindet und besser auf sich achten sollte, kann allerdings Schwierigkeiten haben, wenn es darum geht, zwischen den Laken zu spielen. Denn übermäßiger Streß kann eine erektile Dysfunktion beim Mann auslösen, bei den Frauen eine anhaltende Unlust. Es gibt aber Hilfen, um aus der Streßspirale herauszukommen. Atemübungen oder Meditation verhelfen ohne großen Aufwand dazu, sich langfristig zu lösen. Sind die erektile Dysfunktion oder die Unlust gravierender, kann zu Viagra, Cialis oder Levitra gegriffen werden. Für Frauen gibt es nun ebenfalls Mittel, um die Unlust zu beheben, etwa Lovegra oder Addyi.

Rücksprache mit dem Arzt halten

Doch Vorsicht, mit den Potenzmitteln sollte nicht unbedacht umgegangen werden. Denn es sind immer noch Medikamente, die Nebenwirkungen haben können. Vor der ersten Einnahme der Präparate sollte der Gang zum Arzt anstehen, um herauszufinden, ob statt einfachem Streß nicht andere, unerkannte Erkrankungen die erektile Dysfunktion oder die Unlust verursachen, Erkrankungen, mit denen die Medikamente nicht eingenommen werden dürfen. Kann dies ausgeschlossen werden, steht der Streßbehandlung zwischen den Laken nichts mehr im Wege.

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