Wer Ostern mit den Eiern spielt, hat zu Weihnachten die Bescherung

Es gibt im deutschsprachigen Raum zahlreiche frivole Sprichwörter, die humorvoll die Themen Sexualität und Elternschaft behandeln. Eines davon ist das geflügelte Wort: „Wer Ostern mit den Eiern spielt, hat zu Weihnachten die Bescherung“. Dies kann einerseits ironisch verstanden werden, da eine Schwangerschaft nicht geplant war und die Verhütungsmittel versagt haben. Andererseits kann es als augenzwinkernder Spruch verstanden werden, dass es geplant ist, zu Weihnachten ein Kind zu bekommen. Denn zu Weihnachten ist der Begriff „Bescherung“ positiv konnotiert, da es doch Geschenke gibt. Und ein Kind ist doch das schönste Geschenk überhaupt. Ein Paar sollte nun wissen, was es machen kann, damit sich die Bescherung auch wirklich einstellt oder wie diese Bescherung verhindert werden kann.

Die richtigen Verhütungsmittel auswählen

Verhütungsmittel gibt es zahlreiche, so dass es im Grunde leicht sein müsste, eine Schwangerschaft verhüten zu können. Dennoch entstehen aus Unwissenheit oder Unfälle immer noch ungeplant Kinder. Daher eine kleine Aufklärung im Vorfeld: Kurz vor dem Orgasmus das männliche Geschlechtsorgan heraus zu ziehen, ist KEINE gute Verhütungsmethode. Denn schon einige Zeit vor dem Orgasmus wird ein sogenannter Lusttropfen gebildet, der zwar klein ist, der jedoch schon Samen enthält, so dass eine Schwangerschaft eintreten kann. Wer den Spruch „Ich zieh ihn vorher heraus“ hört oder sagt, sollte also schon einmal über Kindernamen nachgedacht haben. Und auch die gängigen Verhütungsmittel Kondom und Pille können versagen, wie zahlreiche Eltern von TroKo- und TroPi-Kindern wissen. Die Versagensquote dieser Verhütungsmittel ist zwar gering, doch sicherheitshalber sollten sie immer mit einem anderen Mittel kombiniert werden, wenn eine Schwangerschaft verhindert werden soll.

1. Hormonelle Methoden

Hormonelle Methoden zur Verhütung sind sehr weit verbreitet. Hierzu gehören unter anderem die Pille, Verhütungspflaster, Spritzen und Implantate. Diese Methoden wirken zuverlässig, sind allerdings nicht frei von Nebenwirkungen, da sie in den Hormonhaushalt der Frauen eingreifen. Manchmal auf eine sehr gravierende Weise, so dass eine temporäre oder anhaltende Unfruchtbarkeit eintreten kann. Frauen, die damit verhüten wollen, sollten sich im Vorfeld also genau informieren und bei der Auswahl einiger Verhütungsmittel die Kinderplanung bereits abgeschlossen haben.

2. Mechanische Methoden und Barrieren

Bei mechanischen Verhütungsmitteln handelt es sich um künstlich hergestellte Barrieren, welche verhindern sollen, dass das Sperma in die Gebärmutter oder Eileiter gelangt. Dazu zählen Kondome für Frauen und Männer, Diaphragmen und Kappen. Der Vorteil dieser Methoden ist, dass sie nicht in den Hormonhaushalt der Frauen eingreifen. Allerdings sind sie auch weniger sicher als hormonelle Methoden. Daher sollten diese Verhütungsmittel mit weiteren Mitteln kombiniert werden. Einige dieser Barrieren erfordern zudem den gleichzeitigen Einsatz von Spermiziden.

3. Natürliche Methoden

Mit den natürlichen Methoden werden die natürlichen körperlichen Prozesse der Frau als Grundlage genommen. Mit einigen Methoden wird das Zeitfenster errechnet, in welchem die Partnerin nicht schwanger werden kann. Diese Methoden sind allerdings nur bedingt sicher, da die natürlichen körperlichen Prozesse der Frauen Schwankungen unterliegen, etwa bei Stress. Zudem können Spermien im Körper der Frau länger überleben und daher das Ende der sicheren Zeit überdauern. Diese Methoden sollten daher stets mit anderen Verhütungsmitteln kombiniert werden. Eine sehr sichere Methode, um zu verhüten, ist die Sterilisation der Frau oder des Mannes. Allerdings handelt es sich dabei in der Regel um endgültige Methoden, die Operationen können nicht rückgängig gemacht werden. Bei der Wahl dieser Verhütungsmethode sollte also die Kinderplanung definitiv abgeschlossen sein.

4. Ein kurioser Fall – Viagra

Das Potenzmittel Viagra ist dafür da, damit ein von einer erektilen Dysfunktion betroffener Mann wieder eine Erektion und Geschlechtsverkehr haben kann. Wer sich allerdings nun einbildet, Viagra einzunehmen und damit seine Chancen zu erhöhen, ein Kind zu zeugen, irrt. Denn Viagra ist vielmehr eine Art Verhütungsmittel. Denn wie Forscher der Queen’s University in Dublin festgestellt haben, schädigt das Potenzmittel die Qualität der Spermien. Der Wirkstoff von Viagra greift die Kopfkappen der Spermien an, die grundlegend wichtig sind, wenn die Spermien ins Ei eindringen. Durch die Schädigung der Kopfkappen wird dem Spermium suggeriert, dass sie bereits die Wand des Eis durchstoßen haben und sie schwimmen nicht weiter. Dies allerdings nur am Rande, denn als reines Verhütungsmittel taugt Viagra nicht, denn von der Schädigung sind nur durchschnittlich 80 Prozent der Spermien betroffen, 20 Prozent bleiben zeugungsfähig und nehmen weiterhin am Wettschwimmen zum Ei teil, um es zu befruchten.

Die Chancen für eine Schwangerschaft erhöhen

1. Die richtige Ernährung

Diese Regel gilt für beide Geschlechter. Sowohl die Frau als auch ihr Partner sollten sich gesund ernähren, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Junk Food mag zwar vielen Menschen schmecken und es mag auch schnell gehen, es zuzubereiten, doch es ist alles andere als gesund. Es enthält viele schlechte Nährstoffe und erzeugt Übergewicht, ein Faktor, der ebenso wie Untergewicht die Chancen auf das Einnisten des Eis in der Gebärmutter senkt. Zudem senkt ungesundes Essen die Qualität der Spermien. verursacht Junk Food Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme. Wer schwanger werden will, sollte sich also ausgewogen ernähren und eher zu Biolebensmitteln greifen, auch wenn die Zubereitung etwas aufwändiger ist. Dafür schmecken natürliche Lebensmittel besser als Junk Food.

2. Den richtigen Zeitpunkt ermitteln

Natürlich kann man so viel wie möglich Geschlechtsverkehr haben, um ein Kind zu zeugen, es macht schließlich auch Spaß. Doch wenn man es zu verbissen versucht, ein Marathon daraus wird und auch die Mittagspause herhalten muss, um Geschlechtsverkehr zu haben, wird es schnell anstrengend. Es ist daher ratsam, das richtige, fruchtbare Zeitfenster der Partnerin herauszufinden, um in dieser Zeit Geschlechtsverkehr zu haben und die Chancen zu erhöhen, ein Kind zu empfangen. Dies geschieht ganz einfach mit den bereits erwähnten natürlichen Verhütungsmethoden. Die Berechnungen dienen dabei eben nur dem gegenteiligen Effekt.

3. Geduld haben

Wer schwanger werden will, sollte Geduld haben. Frauen sind sehr sensibel, was Stress angeht. Übermäßige Anstrengung und Stress verhindern, dass sich das Ei einnistet, da der Körper versucht, in stressigen Zeiten eine Schwangerschaft zu verhindern, da diese den Körper zusätzlich belasten würde. Nehmt euch also immer mal wieder eine Auszeit, entspannt euch und versucht auch nicht, auf Teufel komm raus schwanger zu werden. Denn auch das stresst. Genießt lieber die schöne, innige Zeit mit eurem Partner.

4. Das Mobiltelefon weit weg legen und mäßig masturbieren

Auch der Partner kann einiges dafür tun, die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Und das betrifft nicht nur, ihr einige Arbeiten abzunehmen, damit sie sich entspannen kann. Vielmehr sollte er etwas dafür tun, die Qualität seiner Spermien zu verbessern. Neben einer ausgewogenen Ernährung gilt: Das Mobiltelefon gehört nicht in die Hosentasche, denn die Strahlung beeinträchtigt die Spermienqualität. Zudem sollte er ab und zu masturbieren, um die alten Spermien loszuwerden und die Produktion neuer, frischer Spermien anzukurbeln.

5. Ein kurioser Fall 2 – Viagra

Dass Viagra beim Mann nicht die Chancen erhöht, ein Kind zu zeugen, sondern eher senkt, wurde bereits erwähnt. Er sollte daher die Finger von dem Potenzmittel lassen. Seine Partnerin offenbar nicht, denn der Wirkstoff im Viagra erhöht offenbar ihre Fruchtbarkeit. Denn Viagra bewirkt, dass die Durchblutung verbessert wird, auch die des Beckens, dadurch werden nicht nur die Klitoris und die Nervenenden in der Vagina stimuliert, sondern auch die Produktion der Scheidenflüssigkeit erhöht, wodurch der Geschlechtsverkehr erleichtert wird. Zudem wird die Schleimhaut der Gebärmutter verstärkt, wodurch sich das Ei besser einnisten kann. In der Schwangerschaft wird der Fötus daher auch besser mit Nährstoffen versorgt, wodurch einer drohenden Frühgeburt vorgebeugt werden kann. Doch Vorsicht, bitte nun in der Schwangerschaft kein Viagra auf eigene Faust einnehmen, denn das Präparat kann Nebenwirkungen entwickeln. Daher sollte immer zuvor Rücksprache mit dem Frauenarzt gehalten werden.

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