Masturbation ist gut für die Gesundheit

Masturbation war lange Zeit verpönt und den Männern untersagt. Als Gründe wurden unter anderem angeben, daß Männer nur eine bestimmte Anzahl von Orgasmen in ihrem Leben haben können, Onanie würde diese Anzahl absenken. Zudem sei die Folge der Masturbation schwindendes Rückenmark, es macht blind und erzeugt Haare auf den Händen. Zu allem Überfluß schadet die Onanie der Potenz. Gut, daß diese Irrtümer nun aus der Welt geschafft wurden. Vor allem das Vorurteil, daß Masturbation der Potenz schade, kann falscher gar nicht sein. Das Gegenteil ist der Fall. Untersuchungen belegen, daß gelegentliche Masturbation die Potenz steigert. Und allgemein ist Masturbation gut für die Gesundheit.

Masturbation auch in der Beziehung

Lange Zeit wurden zudem Männer, die masturbieren, als arme Hunde angesehen, die keine Frau abbekommen und daher selbst Hand anlegen müssen, um Befriedigung erlangen zu können. Diese Ansicht hat sich grundlegend geändert, auch Männer, die in Beziehungen sind, scheuen sich nicht mehr, selbst Hand anzulegen. Wird den Untersuchungen Glauben geschenkt, die in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden, ist dies sogar eine gute Entscheidung. Solange Sie es natürlich nicht übertreiben und so viel masturbieren, daß im Bett mit der Partnerin nichts mehr läuft oder Mann eine Sucht danach entwickelt, Hand an sich zu legen, was eine ungesunde Entwicklung wäre. Denn den Untersuchungen zufolge ist gelegentliche Masturbation sogar gut für die Gesundheit.

Masturbation ist weiter verbreitet als gedacht

Kein Wunder, daß mehr und mehr Männer und auch Frauen sich regelmäßig selbst befriedigen. Knapp 90 Prozent der befragten Männer und 86 Prozent der Frauen gaben in einer Studie der Universität Bonn an, Hand an sich zu legen, um sich Freude zu bereiten. Dabei ist das Alter der Probanden irrelevant, das neue Interesse an Masturbation ist altersübergreifend. Eine ähnlich gelagerte Studie, die vom Institut der Sexualforschung an der Universität Hamburg durchgeführt wurde und an der rund 12.000 Studenten teilnahmen, kam zu dem Schluß, daß sich die Anzahl der Männer, die sich selbst masturbieren, in den vergangenen 30 Jahren um 22 Prozent erhöht hat. Bei den Frauen stieg der Anteil im selben Zeitraum sogar um knapp das Doppelte an.

Keine Ersatzhandlung, sondern Bereicherung der Sexualität

Und dabei wird die Masturbation zunehmend nicht mehr als Ersatzhandlung für einsame Seelen angesehen, die damit ein wenig Freude und Druck ablassen wollen. 70 Prozent der Männer und sogar 90 Prozent aller Frauen sehen die Masturbation vielmehr als Bereicherung Ihrer Sexualität an, als eigenständige Spielart, mit der auch die Partnerschaft bereichert werden kann. Für viele Frauen wird die Masturbation zu etwas besonderem, wenn sie in einer glücklichen Beziehung sind, da sie dann das Gefühl intensiver genießen, wenn sie Hand an sich legen.

Direkt nach dem Sex noch einmal masturbieren

Auch von einem der beliebtesten Zeitpunkte, zu denen Frau Hand an sich legt, weiß die Uniklinik Aachen zu berichten. So stellte eine Sexualwissenschaftlerin und Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin in Untersuchungen fest, daß sich Frauen besonders gern direkt nach dem Sex noch einmal berühren. Die befragten Frauen gaben an, den Sex und das mit dem Höhepunkt verbundene Gefühl so genossen zu haben, daß sie es unbedingt in die Länge ziehen und länger genießen wollen.

Positive Effekte auf die Gesundheit

Und neben dem Effekt des Genusses und des schönen Gefühls hat die Masturbation wie bereits erwähnt auch einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Masturbierenden. Vor allem die körperliche Fitneß wird erhöht. Jeder Orgasmus, der auch durch eigenes Handanlegen verursacht wird, trainiert das Herz-Kreislauf-System ebenso wie den Pubococcygeus-Muskel, der sich im Beckenboden befindet. Das Resultat ist ein höherer Schutz vor Blasenschwäche und ein verbessertes Reizempfinden der Beckenregion, die Empfindungen bei sexueller Stimulation werden effektiver ins Gehirn weitergeleitet. Und wie bekannt sein wird, ist ja das Gehirn das größte sexuelle Organ (auch wenn manche Männer dies gern anders sehen würden). Daher werden bei einer trainierten Beckenregion die Orgasmen intensiver erlebt, auch bei Männern.

Masturbation steigert die Qualität der Spermien

Nicht zu unterschätzen ist auch die Auswirkung der Masturbation auf die Qualität der Spermien. Denn verbleiben die kleinen Sprinter zu lange in den Hoden, werden sie nach und nach zerlegt und wiederverwertet, wodurch die alten Spermien eben geschädigt werden. Wenn regelmäßig die alten Spermien herausgelassen werden, sorgt Mann für frischen Nachschub. Und frische Einheiten sind eben auch in diesem Fall ausgeschlafener und arbeiten effektiver, Mann wird zeugungsfähiger. Doch auch hier gilt, die Dosis macht das Gift. Wer es mit der Masturbation übertreibt, senkt die Anzahl der Spermien deutlich.

Positive Effekte auf die psychologische Gesundheit

Wer an Kopfschmerzen oder an Streß leidet, sollte ein sexuelles Abenteuer wagen, auch wenn im ersten Moment nicht daran zu denken ist. Denn ein Orgasmus hilft effektiv gegen genannte Leiden. Wer gerade seine Partnerin dazu bewegen kann, sich auf ein kleines Stelldichein einzulassen, kann auch selbst für den Orgasmus sorgen und sich von den Kopfschmerzen oder dem Streß zu befreien. Und nicht zuletzt ist die Masturbation auch gut für die psychologische Gesundheit. Denn wer selbst Hand an sich legt, lernt seinen Körper genau kennen. Und wer seinen Körper kennt und mit diesem im Reinen ist, fühlt sich allgemein wohler. Dieser Effekt ist gerade in jüngeren Jahren wichtig, in der Zeit der Reifewerdung. Und er wirkt sich auch auf den Sex mit dem Partner aus, denn erst Menschen, die ihren Körper und seine Bedürfnisse genau kennen, können diese kommunizieren, so daß der Sex in der Partnerschaft intensiver und befriedigender gestaltet werden kann.

Kleine Hilfsmittel, wenn es mal nicht klappen will

Auch bei einer erektilen Dysfunktion wirkt die Masturbation kleine Wunder, denn sie sorgt für eine effektivere Durchblutung des Beckenbereiches, was bei der Behandlung einer erektilen Dysfunktion einen positiven Effekt hat. Vor allem die Behandlung einer leichten erektilen Dysfunktion wird damit sehr unterstützt. Wer Schwierigkeiten hat, eine Erektion aufzubauen, kann auf Potenzmittel wie Viagra, Cialis oder Levitra zurückgreifen. Nach der Einnahme dieser Potenzmittel wird die Masturbation wieder problemlos möglich. Allerdings sollte vor der Einnahme der Medikamente Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. Denn zwar wirkt sich der Orgasmus positiv auf das Herz-Kreislauf-Systems aus, doch Männer, die an Erkrankungen desselben leiden, sollten keine Potenzmittel einnehmen. Auch für andere Risikogruppen sind Viagra, Cialis, Levitra und Co. nicht geeignet. Es sollte also im Vorfeld ausgeschlossen werden, einer dieser Risikogruppen anzugehören.

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