Macht Sex erfolgreich?

Daß erfolgreiche Männer mehr Sex haben, ist eine Binsenweisheit. Erfolg macht sexy und Frauen sind eher an selbstbewußten Alphatieren interessiert. Diese Tatsache ist die Grundlage für zahlreiche verschiedene und allesamt sehr lukrative Geschäftsmodelle, die versuchen, Männer, die nur wenig Sex haben oder glauben, daß ihr Sexleben zu unbefriedigend ist, zu erfolgreichen Alphamännern zu erziehen, die selbstbewußt durch das Leben gehen und den Frauen den Kopf verdrehen. Allerdings oftmals mehr schlecht als recht, das Resultat sind „Alphamännchen“, die sich und ihrer Umwelt etwas vormachen. Vielleicht sollte man den Zusammenhang „Erfolg“ und „Sex“ einmal von der anderen Seite betrachten, um ganz neue Antworten und Ansätze zum Verständnis zu finden.

Nur vermeintliche Alphamänner

Zahlreiche Motivationsexperten, Coaches und Pick-up-Artists helfen seit langem Männern, die das Gefühl haben, daß die Frauen sie nicht beachten. Sie wollen ihnen mit allerlei Ratschlägen und Trainings zu mehr Sex und einer besseren Lebensqualität verhelfen. Dies lassen sie sich auch gut bezahlen. Allerdings wäre das Geld oftmals anders besser investiert. Denn in den Trainings und Ratschlägen werden die Frauen nicht selten zu Objekten degradiert, die nur aufgesammelt werden brauchen. Die eigentlich ganz netten, schüchternen Männer entwickeln auf diese Weise eine unterschwellige Abneigung, die Frauen sinken in ihrem Ansehen. Zudem bleiben sie im Inneren weiterhin dieselben Typen und setzen eine Maske auf. Sie werden flatterhaft und rennen von einer Frau zur anderen. Statt mehr Lebensqualität zu erlangen, bleiben viele unzufrieden, da sie ein unstetes Leben führen, jedoch keine Beziehung haben. Oder die Frauen durchschauen von vornherein das schlechte Schauspiel und lassen den vermeintlichen Alphamann abblitzen. Denn welche Frau mit Selbstbewußtsein will sich schon benutzen lassen?

Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

Vielleicht sollten die Männer den Zusammenhang von Erfolg und Sex einmal von der gegenteiligen Richtung betrachten, um neue Ansätze zu finden, die zum Erfolg führen könnten. Sicher haben erfolgreiche Männer Sex, das ist unbestritten. Doch kann es sein, daß guter Sex mittelfristig erst zum Erfolg führt? Es klingt ein wenig wie die Frage, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei. Doch nüchtern betrachtet müssen sich die beiden Ansätze, daß Erfolg zu Sex führt und Sex zu Erfolg nicht gegenseitig ausschließen, sondern bedingen sich sogar. Und damit ist nicht gemeint, daß Sex als Mittel benutzt wird, um auf der Karriereleiter hinaufzuklettern, sich also bei der Chefin hoch zu schlafen.

Positive Spirale

Bei näherer Betrachtung ist die Antwort auf die Frage, ob Sex erfolgreich macht, klar. Männer, die dauernde Zurückweisung erfahren, ob nun selbst verschuldet oder nicht, entwickeln natürlich ein geringes Selbstbewußtsein und werden anderen Menschen gegenüber schlimmstenfalls mißtrauisch. Erfolg hängt allerdings immer vom eigenen Umfeld ab und damit von einer positiven und selbstbewußten Ausstrahlung. Ein erfolgreiches und befriedigendes Sexualleben hingegen sorgt für eine hohe Lebensqualität, der Mann ist glücklicher und selbstbewußter, was sich auf andere Menschen positiv auswirkt. Der Mann ist aufgeschlossener, im Umgang mit den Mitmenschen herzlicher. Der Erfolg stellt sich automatisch ein, ob nun im Beruf oder bei den Frauen. Und erfolgreiche Männer sind, wie bereits erwähnt, auch sexuell interessanter für Frauen, erfolgreiche Männer haben mehr Sex. So schließt sich der Kreis und bildet eine positive Spirale.

Leicht gesagt

Die ganzen teuren Anleitungen, wie die Männer selbstbewußter und interessanter für Frauen werden sowie die ganzen Pick-up-Gurus können also in die Tonne wandern. Es reicht, Sex zu haben, um mittelfristig Erfolg auf allen Ebenen zu haben. Die Frage ist nun, wie Mann diese Erkenntnis für sich nutzen kann. Denn so „einfach Sex haben“ ist leicht gesagt, aber oftmals nicht möglich. Wer noch nie Sex hatte oder lange darauf verzichten musste und sehr schüchtern ist, wird wohl kaum einfach so losgehen und jemanden für den Sex kennenlernen. Auch in bereits festgefahrenen Partnerschaften, in denen Sex schon lange keine Rolle mehr spielt zu den Akten gelegt wurde, ist es sehr schwierig, ein gutes Sexualleben von heute auf morgen wieder aufzubauen. Doch selbst in diesen prekären Situationen ist es niemals aussichtslos, es gibt immer Mittel und Wege, der eigenen Sexualität wieder auf die Sprünge zu helfen ein mehr als befriedigendes Sexleben aufzubauen. Gewußt wie, ist hier die Devise.

Kleine Helferlein bei den Startschwierigkeiten

Schüchterne Männer die lange keinen Sex oder gar noch nie Sex hatten, haben oftmals Angst vor dem ersten Mal und setzen sich unter Druck, weil sie nicht selten von der Pornoindustrie beeinflußt sind und sich nun ausmalen, daß Frauen nur auf seltsame Praktiken und stehen und Männer wollen, die ein mächtiges Gemächt haben. Sie müssen erst die Erfahrung machen, daß dies bei den meisten Frauen nicht der Fall ist. Doch bei den ersten Erfahrungen ist dieser Druck noch da, die Folge ist, daß der Ofen aus bleibt und keine Erektion aufgebaut werden kann. In diesem Fall helfen neben einem klärenden Gespräch kleine, blaue, rautenförmige Pillen – Viagra. Auch Cialis oder Levitra sind hervorragend geeignet. In Partnerschaften, die sexuell längst durch eine erektile Dysfunktion lahm gelegt worden sind, hilft als erster Schritt ein klärendes Gespräch. Was läuft schief? Was wünscht er sich? Welche Bedürfnisse hat sie? Allein eine Aussprache kann bereits wahre Wunder wirken. Daneben kann auch in diesem Fall auf Viagra und andere Präparate zurückgegriffen werden. Doch Vorsicht, Männer sollten bei dieser Wahl ihre Frauen niemals außen vor lassen. Das kann zu bösen Überraschungen führen.

Vom Arzt beraten lassen

Diese Helferlein werden in der Regel nur kurze Zeit benötigt, nach den ersten Erfahrungen und mit steigendem Selbstbewußtsein werden diese Pillen schnell unnötig. Allerdings sollten die Tabletten nicht einfach gekauft und eingenommen werden, vor allem von unerfahrenen Männern. Auch wenn die Helferlein nur kurzzeitig eingenommen werden, sollte vor der Einnahme ein Arzt konsultiert werden, da dieser die Tabletten verschreiben und den Mann auf eventuelle Erkrankungen untersuchen muß. Denn bei einigen Erkrankungen dürfen die Tabletten nicht eingenommen werden. Kann dies ausgeschlossen werden, kann der Weg in die Erfolgsspirale „Erfolg – Sex – Erfolg – Sex – …“ begonnen werden.

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