Ist die vergangene Leidenschaft nur die warme Erinnerung oder lässt sie sich noch zurückholen?

Vielen Paaren ist die Situation bekannt, wenn der Geschlechtsverkehr an der Bedeutung verliert und keinen Vorrang mehr hat. An seine Stelle treten die alltäglichen Sorgen um den Haushalt und die Familie, besonders nach einigen Jahren des gemeinsamen Lebens und nicht selten nach der Geburt der Kinder. Gleichzeitig verschwindet aus der Partnerschaft intime Nähe und das Gefühl der Wechselbeziehung. Leider ist solche Situation typisch und ruft vollkommen gerechtfertigt die Besorgnis hervor, da der Intimverkehr mit seinen neurochemischen Möglichkeiten die Hauptrolle in der Herausbildung des emotionellen Kontakts spielt. Die Psychotherapeuten unterstreichen, dass die physische Liebe völlig untrennbar von der geistigen ist und nicht als Zusatz, sondern als unentbehrlicher Teil von ihr in der Beziehung fungiert. Ohne sexuelle Seite der Liebesverhältnisse können sich die Menschen kaum als ein Ganzes fühlen und ein harmonisches Ehepaar darstellen. Deswegen muss man bei den ersten Anzeichen der vergehenden Leidenschaft das Feuer der Liebe wieder flammen lassen, um die anfänglichen Emotionen und Gefühle zurückzuholen.

Der Intimverkehr fällt nach einem Jahr der Beziehung lästig

Die deutschen Experten haben eine umfangreiche Umfrage durchgeführt, deren Resultate zeigten, dass die intimen Beziehungen den Partnern das Vergnügen schon nach einem Jahr seit Anfang der Liebesbeziehung nicht mehr bringen: der sexuelle Trieb und die Lust lassen kontinuierlich nach. Die Fachmänner aus der Ludwig-Maximilians-Universität München setzten sich zum Ziel die Leidenschaft in der Partnerschaft verschiedener Leute festzustellen. An der Umfrage nahmen 3000 Freiwillige teil, deren Alter von 21 bis 40 Jahre schwankte. Alle Probanden antworteten auf eine Reihe von Fragen, die mit dem intimen Leben verbunden waren. Nachdem die Antworten analysiert worden waren, kamen die Forscher zum Schluss, dass die Partner die Anziehung zueinander schon nach einem Jahr seit Anfang der sexuellen Verhältnisse verlieren. Dessen angesichts wird es beiden schwerer, das vollwertige Vergnügen von dem Geschlechtsverkehr zu bekommen.

Den Worten der Wissenschaftler zufolge lodert die Flamme der Liebe in ein paar ersten Monaten der Partnerschaft, die Leidenschaft reguliert alle Konflikte und steuert die Entwicklung der Beziehung zwischen den Geliebten. Danach beginnt das bei der Nähe erhaltene Vergnügen an der Intensität und Kraft zu verlieren, die Glut der Leidenschaft lässt unmerklich nach und an Stelle des heißen und wilden Intimverkehrs, wenn die Menschen keine Sättigung von der Intimität kriegen können, treten die Ruhe, Gewohnheit und Sicherheit an der Beziehung und an der zweiten Hälfte auf. Solcher Prozess verläuft unvermeidlich und dauert während der ganzen Periode des gemeinsamen Lebens. So, wenn man an die Statistik glaubt, sinkt nach dem Verlauf von 16 Jahren der Ehe das Niveau der Leidenschaft ungefähr um 27 %.

Dabei ist es ganz unwichtig, ob es die Kinder in der Familie gibt oder nicht. Die deutschen Sexologen behaupten doch, dass alles nicht so schlimm ist, wie es auf den ersten Blick scheint: Die Leidenschaft wesentlich zu verlängern und die Treue dem Partner zu halten ergibt sich in der Tat nicht so schwer zu sein. Dafür empfehlen die Experten sich an die folgenden Regeln zu halten: Die Partner müssen ab und zu die Verhütungsmittel abwechseln, die Gleitgele benutzen sowie sich bemühen, die Haushaltsprobleme und Sorge um die Kinder zu trennen und regelmäßig die romantische Atmosphäre im Schlafzimmer zu schaffen. Darüber hinaus wird die Libido durch gute Stimmung, das Fehlen des Stresses, aktive Lebensweise und richtige und gesunde Ernährungsration begünstigt.

Warum vergeht die Leidenschaft in der längeren Beziehung?

Die gegenseitige Beleidigung. Lange zusammen zu leben und sich nie zu zanken ist fast unrealistisch. Darum stellt es sich als entscheidend dar, dass die Verliebten friedlich und ruhig die Konflikte lösen können, d. h. dabei zu keinen Beleidigungen, Vorwürfen oder Ansprüchen greifend. Beliebiges Problem, das zwischen den Geliebten entsteht, lässt sich nicht mithilfe der Hysterie oder des glaszerbrechenden Geschreis, sondern dank dem ruhigen und sachlichen Dialog lösen, der sowohl dem Mann, als auch der Frau erlaubt, den passenden Ausweg aus der Situation zu finden. Falls die beiden jähzorniges Gemüt haben, würden sie kaum die Errungenschaften von Team-Management ausnutzen, um die warme Einstellung und Zärtlichkeit zueinander zu bewahren. Somit verschwindet die Leidenschaft augenblicklich aus der Liebesbeziehung und lässt den Platz nur für Verletzung und Kränkung, die mit dem Feuer der Liebe nichts zu tun haben.

Das Fremdgehen. Nichts könnte die Liebe und Leidenschaft im Paar schneller verderben, als die Seitensprünge des Partners. Wie auch immer die Menschen ihr lasterhaftes Benehmen rechtfertigen, gilt das Fremdgehen immer als Verrat und Betrug. Wenn in der Beziehung die echte und unverfälschte Leidenschaft herrscht, würde sich keiner Part auf die Suche nach dem sexuellen Akt mit jemanden anderen begeben. Obwohl solche Taten manchmal mit der Zeit verziehen werden, lassen sie sich nicht vergessen, gleich wie ein zerknittertes Blatt Papier nie wieder vollkommen glatt wird.

Egoismus. Das eheliche Leben setzt immer die gegenseitige freiwillige Selbstopferung und Hingabe. Der Mann und die Frau schenken einander Zeit, Kräfte, Fürsorge und Gefühle, wenn sie unter einem Dach wohnen. Es gibt doch solche Menschen, die nichts für die geliebte Person opfern wollen, stellen an sie erhöhte Anforderungen und Ansprüche. So was heißt Egoismus und wird als eine der schlechtesten Charaktereigenschaften des Individuums betrachtet. In Leben der Egoisten gibt es keinen Platz für echte Liebe: Sie vergeht schneller, als etwas Festes aufgebaut wird. Die selbstsüchtigen Personen sind im Prinzip nicht in der Lage die Liebe in der Beziehung zu bewahren, da sie nie die Variante des Kompromisses für möglich halten, stets nur an sich, eigenen Nutzen und Gewinn, Komfort, Geborgenheit und Sicherheit denkend. Dasselbe trifft auf die Verhältnisse im Bett zu, wo man den gegenseitigen Genuss bringen muss. Nachdem die erste Phase der Liebesbeziehung vergangen ist, steuert nicht die Leidenschaft die Entwicklung der Beziehung zweier Menschen. Um es zurückzuholen, muss man manchmal das Interesse und Bedürfnis des Partners als vorrangig betrachten. Andernfalls macht der Egoist der Leidenschaft samt der Liebe bald das Ende.

Was muss man machen, um die Leidenschaft zurückzuholen?

Originellen Ausweg aus solch einer Situation hat der Autor des Buches Ian Kerner „Sex Detox“ gefunden. Wie vom Titel ausgeht, schlägt er den Männern, die unter dem Mangel des sexuellen Triebs leiden, das Programm der „sexuellen Detoxikation“ anzuwenden, und zwar auf Zeit die sexuellen Beziehungen aufzuhören. Nicht selten tritt der Geschlechtsverkehr im Paar als Instrument zum Wehtun zueinander, anstatt die Funktion des Erfrischungsmittels für die Beziehung und Stärkung der Wechselwirkung zwischen den Partnern auszuüben. Es gibt so viel Negatives zwischen beiden, dass alle Versuche die physische Nähe aufs Neue zu stimmen von Anfang an dem Untergang geweiht sind. Deswegen sieht Kerner als einzig optimalen Ausweg für das Paar den vollen Schluss mit den sexuellen Akten bis zum Moment, wenn sie völlig diejenigen Probleme gelöst haben, die ihre Beziehung vergifteten. Dem Autor des Buches zufolge reicht ein Monat dazu aus, alle versteckten Konflikte ans Licht zu bringen und zu regeln.

Die Pause in dem Intimverkehr lässt sich auf diejenigen Probleme in den Liebesverhältnissen konzentrieren, die im Normalfall schwer zu erkennen und zu lösen sind. Dessen ungeachtet, dass der Geschlechtsverkehr an sich zum Moment der Entstehung von Detoxikation schon fehlt, kann die bewusste sexuelle Pause das gegenseitige Interesse und Gelüste verursachen. Während dieser Periode muss man Rücksicht auf eigene Gesundheit nehmen und sie wirklich pflegen. Die Enthaltsamkeit begünstigt dazu den Wiederaufbau der seelischen Ruhe und Harmonie mit innerem Sich. Danach kann man der Fantasie einen freien Lauf lassen und in die Welt der sinnlichen Empfindungen wieder eintauchen.

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