Jung, kräftig – impotent?

Mit Anfang 20 ist der Mann auf dem Höhepunkt seiner sexuellen Reife. Er ist potent und immer bereit, seine Partnerin zu beglücken, als Single ist er stets auf der Jagd nach einem kleinen Abenteuer. So das Klischee und das Bild, das uns die Medien vermitteln. Doch stimmt dies wirklich? Im Laufe der Jahre hat sich einiges geändert. Die erektile Dysfunktion ist kein Phänomen mehr, das hauptsächlich die älteren Männer trifft. Es verbreitet sich längst auch unter den jüngeren Männern, die eigentlich in Saft und Kraft stehen müßten. Dies hat mehrere Gründe. Es gibt jedoch auch mehrere Möglichkeiten der Abhilfe.

Ende der Tabuisierung …

Die erektile Dysfunktion hat viel von dem Tabu verloren, mit dem sie lange Zeit belegt war. Gerade ältere Generationen von Männern gehen sehr viel offener damit um als noch vor einigen Jahrzehnten. Der Grund dafür ist, daß mit der Entwicklung von wirksamen Medikamenten gegen die erektile Dysfunktion die Gesellschaft einen Wandel erfahren hat. Die Medizin weiß nun genau um die Ursachen der erektilen Dysfunktion Bescheid, die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und erfolgreich. Mit dem Sinken der Dunkelziffer wissen Betroffene nun, daß sie keinesfalls allein mit dem Problem dastehen, sondern zahlreiche Leidensgenossen haben, wodurch der Umgang mit der erektilen Dysfunktion offener geworden ist.

… aber nicht bei jungen Männern

Dies betrifft die ältere Generation wohlgemerkt. Bei jungen Männern sieht dies noch anders aus. Bei der jüngeren Generation ist die erektile Dysfunktion immer noch mit einem Tabu belegt, man traut sich allenfalls, anonym im Internet Informationen über die Erektionsstörung einzuholen. Dies hat einen bestimmten Grund. Denn das Klischee des immer potenten jungen Mannes besteht nach wie vor noch, es wird zudem medial sehr stark transportiert und gefestigt, so daß der subjektiv empfundene Gesellschaftsdruck sehr hoch ist. Die jungen Männer beginnen sich, anders als die ältere Generation, zurückzuziehen, wenn es im Bett nicht mehr läuft. Sie fürchten, zumeist zu Unrecht, den Spott ihrer Altersgenossen. Die Folge ist eine sinkende Lebensqualität. Dabei gibt es doch schnelle und einfache Behandlungsmethoden, wenn sie erst einmal aus ihrer selbstgewählten Isolation ausbrechen.

Zahlreiche Ursachen der Moderne

Die Ursachen der erektilen Dysfunktion bei jungen Männern sind sehr vielfältig. Eher selten sind chronische Krankheiten und Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen dafür verantwortlich, diese Faktoren begünstigen die erektile Dysfunktion vor allem im Alter. Allerdings ist Dickleibigkeit eine verbreitete Ursache bei jungen Männern. Weiter verbreitet sind allerdings psychische Faktoren, welche die erektile Dysfunktion begünstigen. Junge Männer stehen unter einem enormen sexuellen Leistungsdruck, der ihnen durch Film und Fernsehen dauerhaft vermittelt wird. Ihnen wird suggeriert, daß sie stets bereit für Sex sein müssen, wenn sie ein richtiger Mann sein wollen. Für einige junge Männer, die ein geringes Selbstbewußtsein haben, wird dieser Druck zu groß, sie ziehen sich zurück.

Seelische Faktoren

Weitere seelische Faktoren, welche eine erektile Dysfunktion begünstigen, sind Streß in der Beziehung oder am Arbeitsplatz. Das Gehirn ist und bleibt das größte am Sex beteiligte Organ, auch wenn es einige Männer anders sehen wollen. Und wenn der Kopf voll ist, läuft im Bett eben nichts. Auch Depressionen begünstigen die erektile Dysfunktion, ebenso die langfristigen Nachwirkungen von Mißbrauch in der Kindheit oder Jugend. In diesem Fall sollte unbedingt ein Therapeut aufgesucht werden, um diese psychischen Ursachen langfristig zu lösen.

Nikotin und Drogen als Auslöser

Drogen-induzierte Depressionen oder körperliche Schädigungen durch Drogen sind ebenfalls eine Ursache, die unter Jugendlichen und jungen männlichen Erwachsenen weit verbreitet ist. Dem Männermagazin Men’s Health zufolge gehören der Konsum von Tabak sowie andere Drogen zu sehr häufigen Ursachen der erektilen Dysfunktion bei jungen Männern. Der Konsum von Nikotin beeinträchtigt die Durchblutung des Körpers und damit auch des Beckenbereichs, was jedoch grundlegend wichtig ist, um eine Erektion aufbauen zu können. Mal abgesehen davon, daß es beim Thema Rauchen gesellschaftlich einen deutlichen Bewußtseinswandel gegeben hat. War vor einigen Jahren der coole junge Typ noch interessant, der lässig an seinem Glimmstengel gezogen hat, wird er heute schief angesehen, da Zigaretten als etwas Unschönes angesehen werden. Die Chance, einen Sexualpartner kennenzulernen, sinkt als Raucher. Drogen wiederum beeinflussen unter anderem die Hormonausschüttung im Gehirn, auch die Ausschüttung der Sexualhormone, was sich auf die Sexualität auswirkt.

Der Gang zum Arzt

Ganz gleich, welcher Faktor bei den jungen Männern der Auslöser für die erektile Dysfunktion ist, der erste Schritt zurück in ein erfülltes Sexualleben führt zu einem Mediziner. Auch wenn es den jungen Männern schwer fällt, sich jemandem gegenüber zu öffnen und das Problem zu formulieren, der Arzt ist die Ansprechperson, die am sichersten helfen kann. Denn um wirklich nachhaltig die erektile Dysfunktion behandeln zu können, muß die Ursache der Erektionsstörung diagnostiziert und behoben werden. Nur auf diese Weise kann effektiv verhindert werden, daß die Erektionsstörung nicht mehr auftritt.

Medikamente zur Unterstützung

Zudem kann der Arzt einige Hilfsmittel verschreiben, welche die Behandlung der erektilen Dysfunktion unterstützen. Die Namen dieser Medikamente dürften den meisten Männern ein Begriff sein. Zumindest Viagra ist ein weltweit bekanntes Präparat, doch auch die Konkurrenzprodukte Cialis und Levitra haben ihre Qualitäten und werden von den Männern bevorzugt. Diese Potenzmittel können zwar in Online-Apotheken rezeptfrei bezogen werden, die ihren Sitz im Ausland haben, doch es ist nicht ratsam, die Medikamente zu bestellen und in Eigenregie auszuprobieren.

Über Risiken und Nebenwirkungen aufklären

Denn ganz gleich ob Viagra, Cialis, Cialis Generika oder Levitra, Potenzmittel sind nicht für Männer geeignet, die an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems leiden oder Leberprobleme haben. Dies sollte von einem Mediziner ausgeschlossen werden. Daher sollten von einer erektilen Dysfunktion betroffene Männer zumindest vor der ersten Einnahme des Potenzmittels einen Arzt aufsuchen, um sich durchchecken zu lassen. Zudem können der Arzt oder Apotheker die Betroffenen am besten über die Risiken und Nebenwirkungen der Präparate aufklären. Danach steht den jungen Männern nichts mehr im Wege, ein befriedigendes Sexualleben und eine höhere Lebensqualität zu genießen.

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