Geschlechtsverkehr – unmöglich in der Schwangerschaft? Und danach

Endlich hat es geklappt, die langen Versuche, die zugegeben auch Spaß gemacht haben, aber zum Ende hin etwas anstrengend wurden, weil sogar die Mittagspause für den Verkehr herhalten musste, waren von Erfolg gekrönt, wir sind schwanger. Die beiden Balken auf dem Schwangerschaftstest sind ein unmissverständliches Zeichen gewesen und auch der Frauenarzt hat es bereits bestätigt. Nun wird sich das Leben ändern, viele neue Eindrücke warten und andere Dinge werden nicht mehr möglich. Aber wer will sich schon sein Leben lang die Nächte in Diskos um die Ohren schlagen? Doch einige Dinge will man natürlich beibehalten. Wie etwa den Geschlechtsverkehr. Ändert sich daran nun etwas?

Die Veränderungen beim Verkehr

Die Antwort kurz und schmerzlos: Ja, es wird sich etwas ändern beim Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft. Doch die meisten Männer dürften von den Veränderungen erfreut sein. Denn sie werden merken, dass ihre Partnerin eine deutlich stärkere Lust empfinden wird. Zumindest nach einiger Zeit. Zu Anfang wird die Lust ein wenig geringer sein, da sich der Körper der Frau in der Schwangerschaft ebenso ändert wie der Hormonhaushalt. Hat sich alles eingepegelt, etwa im zweiten Trimester, wird die Lust wieder stärker und die Partnerin entwickelt einen deutlich höheren Appetit.

Pechvögel

Allerdings gibt es auch einige Pechvögel, denn eine Schwangerschaft verläuft nicht immer ohne Komplikationen. Entwickelt die Partnerin die klassische Morgenübelkeit, wird Geschlechtsverkehr am Morgen unmöglich, doch das ist noch eine Frage des Geschmacks. Es gibt aber auch Frauen, die über einen großen Teil der Schwangerschaft Übelkeit empfinden. Dann heißt es, sich in einer Phase ohne Geschlechtsverkehr einzurichten. Denn wohl niemand möchte Verkehr haben, wenn er die ganze Zeit das Gefühl hat, sich gleich übergeben zu müssen. Aber Kuscheln ist doch auch schön.

Im ersten Trimester wie gewohnt

Doch hier soll es nicht darum gehen, keinen Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft zu haben, sondern eben darum, ob und wie es mit der schönsten Nebensache der Welt klappt, wenn die Partnerin in anderen Umständen ist. Generell kann man sagen, dass sich zunächst nicht allzu viel ändert. Im ersten Trimester kann man wie gewohnt Geschlechtsverkehr haben, da die Partnerin noch ihre volle Beweglichkeit hat und nicht von einem wachsenden Bauch behindert wird.

Mit Essen spielt man manchmal doch

Ein kleiner Tipp: Wer den Film 9 ½ Wochen kennt, weiß, dass es sehr erregend sein kann, wenn man bestimmte Nahrungsmittel in die schönste Nebensache der Welt mit einbindet. Dies kann vor allem in der Schwangerschaft erregend sein, wenn ihr Appetit besonders groß ist. Allerdings eignen sich wirklich nur bestimmte Nahrungsmittel dazu. Wenn sie einen erhöhten Appetit auf Fleisch entwickelt, sollte man sich dennoch besser keine Schnitzel und Speck-Streifen umlegen. Und sauren Gurken kombiniert mit Schokolade sind auch alles andere als sexy.

Die Wahl der richtigen Stellung

Im zweiten Trimester steigt die Lust bei vielen Frauen noch einmal an, wie bereits erwähnt. Ein Traum für Männer, die sich besonders von schwangeren Frauen angezogen fühlen. Doch mit der Zeit wird der Geschlechtsverkehr schwieriger. Der Bauch der Partnerin wächst und wächst, die Beweglichkeit wird dadurch eingeschränkt. Dadurch sind nicht mehr alle Stellungen möglich, man sollte überlegen, für welche man sich entscheidet. Die Missionarsstellung ist immer möglich, solange sich der Partner nicht auf den Bauch seiner Partnerin legt. Auch a tergo ist eine gute Wahl, wobei sie auf den Knien bleiben sollte, um keinen Druck auf den Bauch auszuüben. Bequem sind alle Stellungen, bei denen sie auf der Seite liegen kann.

Oraler Verkehr ist immer möglich

Auch oraler Verkehr ist immer möglich, auch wenn vaginaler Verkehr aus medizinischen Gründen untersagt werden muss. Doch ganz gleich, welche Stellung man wählt und wie man Geschlechtsverkehr hat, sie wird den Verkehr in der Schwangerschaft als besonders lustvoll erleben. Denn in dieser Zeit wird die Beckenregion stärker durchblutet, was durch die Penetration beim Verkehr noch verstärkt wird, wodurch die Nerven in dieser Region sensibler sind, ebenso die Klitoris. Zudem wird die Produktion von Scheidenflüssigkeit erhöht, wodurch das Eindringen des männlichen Geschlechtsteils leichter fällt.

Verbesserte Durchblutung des Beckens

Dass das Becken in der Schwangerschaft verstärkt durchblutet wird, hat allerdings einen anderen Grund, die gestiegene Lust und der intensivere Geschlechtsverkehr ist ein Nebeneffekt, der allerdings auf mehreren Ebenen positiv ist. Das Becken wird stärker durchblutet, damit sich in der Gebärmutter eine dickere Schleimhaut bilden kann und das ungeborene Kind stärker mit Blut versorgt wird. Wird die Durchblutung der Beckenregion durch den Verkehr noch verstärkt, wird das Kind noch besser mit Nährstoffen versorgt und damit das Risiko einer Frühgeburt gesenkt.

Viagra ist nützlich in der Schwangerschaft

Apropos Durchblutung der Beckenregion. Wie bereits angedeutet, wird bei einer geringeren Durchblutung der Beckenregion eine zu geringe Schicht Gebärmutterschleimhaut gebildet, das Kind wird zu wenig mit Nährstoffen versorgt, wodurch eine Frühgeburt droht. Diesem Umstand kann mit Viagra Generika abgeholfen werden, denn der Wirkstoff des Medikamentes sorgt für eine stärkere Durchblutung der Beckenregion, wodurch das Risiko einer Frühgeburt gesenkt wird. Bitte denkt aber daran, dass es sich bei Viagra um ein Medikament handelt, welches Nebenwirkungen haben kann. Bitte haltet daher vor der Einnahme der Präparate immer Rücksprache mit dem Frauenarzt und nehmt sie in einer Schwangerschaft nicht einfach ein.

Viagra für den Mann

Männer hingegen können Viagra einnehmen, um Geschlechtsverkehr während einer Schwangerschaft zu haben, da weder die Partnerin noch das ungeborene Kind von dem Wirkstoff beeinflusst werden. Bei der Kinderplanung sollte man es sich allerdings drei Mal überlegen, ob er Viagra einnehmen sollte, auch wenn es mal im Bett nicht klappen sollte. Denn das Präparat hat einen verhütenden Effekt, wie Forscher entdeckt haben. Der Wirkstoff schädigt die Spermien, so dass sie denken, sie wären bereits in das Ei eingedrungen, obwohl sie noch nicht einmal in der Nähe sind.

Gut für das Kind

Doch zurück zu Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft. Das Resultat des Verkehrs kann nach dem Verkehr gut beobachtet werden. Legt die Hand auf den Bauch eurer Partnerin, ihr werdet merken, wie sich das Kind bewegt und zappelt. Damit will es sich nicht darüber beschweren, dass es gerade eben ordentlich durchgeschüttelt wurde, sondern es zeigt, dass es sich wohlfühlt. Es genießt die Zufriedenheit, welche die Partnerin nach dem Geschlechtsverkehr empfindet, und die ausgeschütteten Glückshormone. Zudem reagiert es auf den erhöhten Herzschlag. Im dritten Trimester kann der Verkehr Kontraktionen auslösen, welche ungefährlich sind und zum Ende der Schwangerschaft die Geburt auslösen können.

Wann ein Verbot des Verkehrs dennoch angebracht ist

Das Kind ist zu keiner Zeit in irgendeiner Form gefährdet. Es wird durch einen Schleimpfropf geschützt, der den Muttermund verschließt. Dieser kann von keinem männlichen Geschlechtsorgan durchstoßen werden, ganz gleich wie groß er ist. Zudem schützt der Pfropf das Kind von Infektionen. Es gibt allerdings auch medizinische Gründe, bei denen Geschlechtsverkehr untersagt ist. Diese liegen beispielsweise vor, wenn Komplikationen wie Blutungen, Unterleibsschmerzen oder Bauchkrämpfe auftreten. In diesem Fall sollte man das Bett sofort verlassen, um zum Frauenarzt zu fahren und um sicherzustellen, dass nichts Gravierendes geschehen ist.

Medizinische Gründe für ein Verbot, die nur vom Arzt erkannt werden

Generell sollten die Termine beim Arzt stets pünktlich wahrgenommen werden. Denn es gibt auch medizinische Gründe für ein Verbot des Verkehrs in der Schwangerschaft, die nicht so offensichtlich sind und die erst vom Arzt erkannt werden können. Dies ist etwa der Fall, wenn der Muttermund zu schwach ist oder die Plazenta zu tief hängt. In diesem Fall sollte man sich aufs Kuscheln beschränken, ebenso, wenn ein Fall von Genitalherpes auftritt. Vor allem, wenn bei der Partnerin eine Ansteckung in der Schwangerschaft droht, ist dringend vom Verkehr abzuraten, selbst mit Verhütungsmitteln. Denn die Infektion beeinträchtigt die Entwicklung des Kindes und dieser Preis ist doch zu hoch.

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