Der Zusammenhang von Sex und Intelligenz

Die schönste Nebensache der Welt hat neben der Freude, die sie bereitet, auch zahlreiche weitere Nebeneffekte. Sie wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, entspannt, beseitigt Kopfschmerzen und festigt die Beziehung des Paares. Ein funktionierendes und befriedigendes Sexleben wirkt sich also positiv auf die Lebensqualität aus. Und Sex hat noch einen weiteren kleinen Nebeneffekt – er macht schlau. Klingt unglaublich, ist aber eine wissenschaftliche und durch Untersuchungen belegte Tatsache. Allerdings gilt auch hier – die Dosis macht das Gift. Es darf nicht übertrieben werden, sonst schlägt es ins Gegenteil um. Also Maß halten, liebe Studenten. Und Finger weg von Pornos!

Je höher die Intelligenz, desto später der erste Sex

Es erscheint ein wenig paradox. Zahlreiche Studien belegen, daß der Zeitpunkt der ersten sexuellen Erfahrungen mit dem Intelligenzquotienten korreliert. Je höher der IQ, umso später machen junge Menschen ihre ersten sexuellen Erfahrungen. So kamen amerikanische Forscher etwa zu dem Schluß, daß sexuelle Abstinenz bei den unter 23-jährigen Besuchern von Kollegs und Universitäten weit verbreitet ist, wobei sich dies nach Alter staffeln. Bei Befragungen gaben Jugendliche mit einem IQ von 100 fünfmal mehr an, bereits sexuelle Erfahrungen gemacht zu haben als Jugendliche mit Intelligenzquotienten zwischen 120 und 130.

Dasselbe Phänomen auch bei niedrigem IQ

Der Anteil der Abstinenzler ist allerdings in den verschiedenen Fachbereichen der Universitäten unterschiedlich verteilt. So war der Anteil der Studenten, die bereits sexuelle Erfahrungen gemacht haben, in den Geisteswissenschaften besonders hoch, in den Naturwissenschaften hingegen besonders niedrig. Eine Umfrage in der US-Uni Wellesley ergab, daß bei den Kunststudenten keine einzige Jungfrau zu finden war, bei den Mathematikern betrug der Anteil derer, die noch keine sexuellen Erfahrungen gemacht haben, 83 Prozent. Allerdings trifft dies auch auf die andere Seite der Skala der Intelligenzquotienten zu. Je niedriger der IQ, umso später der erste Sex, fand eine weitere Studie kürzlich heraus. Wie einige Untersuchungen nun herausfanden, hängen IQ und Sex noch auf einer anderen Ebene zusammen. Demnach macht Sex klüger.

Beim Sex wird das Gehirn besser durchblutet und mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt

Beim Sex wird der Kreislauf angeregt, der Körper und seine Organe besser durchblutet. Wie Hirnforscher nun herausgefunden haben, die Untersuchungen an der Universität in Pavia vornahmen, kommt dies auch dem Gehirn zugute. Denn auch das Gehirn wird beim Sex effektiver durchblutet und mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Dies regt wiederum die Bildung von Nervenzellen an, die geistigen Fähigkeiten steigen auf diese Weise. Bei den Untersuchungen stellten die Forscher fest, daß bei den Probanden, die jeden Tag Geschlechtsverkehr hatten, eine deutlich meßbare schnellere Entwicklung der Nervenzellen zu verzeichnen war als bei den Probanden, die alle 14 Tage in die Laken hüpften. Die Entwicklung der Nervenzellen wird zudem bereits gesteigert, wenn man sexuelle Gedanken hat und sich selbst befriedigt.

Pornos senken die Leistung des Gedächtnisses

Auch die geistige Leistung älterer Menschen profitiert von dem Effekt. So waren Menschen, die an Alzheimer leiden seltener im Bett aktiv als ihre gleichaltrigen Mitmenschen. Doch Vorsicht! Nicht alles, was mit Sex zu tun hat, macht schlauer. Manches kann den Effekt ins Gegenteil umkehren. So fanden Untersuchungen heraus, daß eine Pornosucht zu Schädigungen des Gehirns führen kann. Bei einer Testreihe, die von der Universität Duisburg-Essen durchgeführt wurde, stellten die Forscher zudem fest, daß die Betrachtung pornographischer Bilder die Leistung des Gedächtnisses negativ beeinflußt. Also besser Finger weg von Pornos.

Kluge Frauen haben mehr Orgasmen

Sex und Intelligenz haben noch weitere Zusammenhänge. So haben Untersuchungen, die kürzlich von Forschern des Twin Research Departement im Londoner Kings College festgestellt, daß Frauen öfter einen Orgasmus haben, wenn sie einen hohen Intelligenzquotienten aufweisen. An der Studie, einer Zwillingsuntersuchung, nahmen über 2.000 Frauen teil. Die erhöhte Orgasmus Fähigkeit führen die Forscher genauer gesagt auf die hohe emotionale Intelligenz der Frauen zurück. Diese emotionale Intelligenz führt dazu, daß es den Frauen leichter fällt, ihre eigenen Bedürfnisse zu artikulieren und auf die Bedürfnisse der Partner einzugehen. Zudem sind Menschen mit einer höheren emotionalen Intelligenz in der Lage, besser mit dem Streß des Alltags umzugehen. Und dieser Streß führt eben bei Frauen schnell dazu, daß im Bett nichts mehr läuft.

Bessere Kommunikation führt zu besserem Sex

Zudem sind die intelligenten Frauen in der Lage, sich beim Sex effektivere Lust-Phantasien im Kopf auszumalen, die Lust wird zusätzlich angeregt. Das alte geflügelte und vulgäre Wort, daß hier mit den Worten umschrieben werden soll, daß dumme Menschen besser im Bett sind, dürfte damit widerlegt sein. Dies gilt auch für die Männer. Nur wer seine eigenen Gefühle richtig versteht und auf die Bedürfnisse seines Gegenübers eingehen kann, hat auch guten und befriedigenden Sex. Männer mit einem niedrigeren emotionalen Intelligenzquotienten (EG) gehen hingegen zu wenig auf die Frauen ein.

Kleine Hilfsmittel

Bei aller Liebe und Intelligenz, manchmal führen leider verschiedene Faktoren dazu, daß im Bett nichts läuft. Wer dennoch auf diese angenehme Art etwas für seine grauen Zellen tun will, kann zu verschiedenen Hilfsmitteln greifen, von Präparaten aus Flora und Fauna bis hin zu hochwirksamen medizinischen Produkten wie etwa Viagra, Cialis oder Levitra. Für Frauen sind neue Produkte auf dem Markt. So können diese ihre Lust mit Präparaten wie Addyi oder Lovegra steigern. Bei allen Präparaten gilt jedoch, diese nicht einfach einzunehmen, sondern die Einnahme vorher mit einem Arzt abzusprechen.

Einnahme mit dem Arzt absprechen

Denn nicht für alle Frauen und Männer sind diese Medikamente geeignet. Einigen Risikogruppen wie etwa Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Leberschäden wird von der Einnahme der Potenzmittel abgeraten. Zudem kann nur ein Arzt die Dosierung der Medikamente richtig einstellen und über die möglichen Risiken und Nebenwirkungen aufklären. Und Finger weg von Pornos, sonst stellt sich der gegenteilige Effekt für das Gehirn ein.

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