Der Geschlechtsverkehr funktioniert nicht – was dagegen tun

Die schönste Nebensache der Welt ist grundlegend wichtig für die Lebensqualität der Menschen. Nicht nur, dass auf diese Weise der Nachwuchs erzeugt wird, sondern auch, weil er natürlich Spaß macht und in einer Partnerschaft zwei sich liebende Menschen näher zusammenbringt. Umso schlimmer ist es, wenn der Geschlechtsverkehr einfach nicht funktionieren will. Die Ursachen sind vielfältig, gerade in den heutigen Industriegesellschaften, und sie können Männer sowie Frauen jeden Alters treffen. Doch ebenso zahlreich wie die Ursachen sind heutzutage die Möglichkeiten, diese Ursachen zu behandeln und zu beseitigen, so dass die Menschen wieder Geschlechtsverkehr haben können. Allerdings müssen sie nicht selten über ihren Schatten springen und dafür einen Arzt aufsuchen.

Die Ursachen

Wenn es im Bett nicht klappt, kann die Ursache sowohl beim Mann als auch bei der Frau liegen. Wobei die Ursachen bei beiden Partnern oftmals dieselben sind. In einer solchen Phase sollte man sich in Ruhe zusammensetzen und versuchen, die Ursachen herauszufinden. Es sollte nicht vorschnell die Schuld auf jemanden geschoben werden. Vor allem, wenn sich herauskristallisiert, dass die Ursache beim Mann liegt. Denn die erektilen Dysfunktion ist heute immer noch mit einem Tabu belegt, wenn ein Mann darunter leidet, schämt er sich nicht selten und will sie verheimlichen. Seine Partnerin sollte daher behutsam mit diesem Thema umgehen und ihn auf jeden Fall unterstützen.

Neues ausprobieren

Nicht selten ist die Flaute im Bett bereits durch Kommunikation zu lösen. Manchmal schläft der Verkehr im Laufe der Jahre ein. Der Grund ist, dass viele Menschen auch im Bett dem Grundsatz „Never change a running system“ folgen und sich auf altbewährte Spiele konzentrieren. Doch dies ist ein Fehler. Denn es ist wie beim Essen. Wird einem die Lieblingsmahlzeit immer und immer wieder vorgesetzt, wird sie schnell langweilig. Es sollte also variiert werden, gelegentlich etwas Neues ausprobiert werden, damit die Spiele im Bett spannend bleiben. Vor allem, weil Menschen Wesen sind, die sich entwickeln und sich im Laufe der Jahre die Wünsche und Bedürfnisse ändern können.

Reden und zuhören

In diesem Fall hilft reden und vor allem zuhören. Nehmt euch einen Abend Zeit, macht euch ein schönes, romantisches Essen und sprecht über eure Wünsche und Bedürfnisse. Auch hier gilt: Keine Anschuldigungen, weil man sich verletzt fühlt, dass der Partner den Verkehr nicht mehr lustvoll findet. Es ist ganz normal, dass sich Wünsche und Bedürfnisse eines Menschen im Laufe der Jahre ändern können. Es ist nicht so, dass er euch nicht mehr attraktiv und anziehend findet, sondern dass er ein wenig Abwechslung im Bett möchte. Und das Feld für Experimente ist schier endlos. Die schönste Nebensache der Welt ist für die Menschen so grundlegend wie Essen, daher ist die Liste der Spielarten ebenso lang wie die der entwickelten Gerichte. Sucht euch etwas aus, alles geht, nichts muss. Hauptsache es gefällt beiden Partnern, keiner darf zu etwas gezwungen werden.

Erektile Dysfunktion durch den Konsum frivoler Filmchen

Manchmal jedoch gibt es tiefer liegende Ursachen als einfach nur ein eingeschlafenes Sexleben. Die erektile Dysfunktion sowie die weibliche Unlust sind weit verbreitet und können die Menschen bereits in jungen Jahren treffen. Vor allem ein vergleichsweise neues Problem macht jungen Menschen, vor allem Männern zu schaffen – die Erektionsstörung, die durch übermäßigen Konsum von Nacktbildern und frivoler Filmchen verursacht wird. Nicht nur, dass die Betroffenen übermäßig onanieren, so dass im Bett nichts mehr läuft, sie entwickeln auch ein schiefes Bild von Sexualität und werden irgendwann nur noch von sehr speziellen Spielarten erregt, einfacher Geschlechtsverkehr gibt ihnen nichts mehr. In diesem Fall hilft oft nur die professionelle Hilfe eines Therapeuten, um wieder ein befriedigendes Sexualleben zu genießen.

Stress lässt die Lust der Frau sinken

Auch die Sexualität von jungen Frauen ist nicht selten fragil, wobei ihre Unlust in der Regel nicht durch übermäßigen spezieller Filme und Bilder verursacht wird. Junge Frauen entdecken ihre Sexualität oftmals ein wenig langsamer als junge Männer und erleben ihren sexuellen Höhepunkt ein wenig später. Ihre Sexualität ist sehr anfällig, wenn sie unter Stress stehen. Frauen, gerade in jungen Jahren, benötigen harmonische Situationen, um sich fallen zu lassen und ihre Sexualität und ihren Körper zu genießen. Doch manchmal ist dies eben leider nicht möglich. Stress im Beruf oder in der Beziehung lassen die Lust der Frauen sinken.

Midlife Crisis

Doch auch ältere Menschen sind nicht vor einer erektilen Dysfunktion oder einer sexuellen Unlust gefeit. Im Gegenteil. Mit zunehmendem Alter verursachen körperliche Faktoren und weit verbreitete Erkrankungen die sexuellen Störungen. Wie etwa die unabänderliche Hormonumstellung, welche die Menschen zwischen 45 und 60 Jahren trifft. Bei den Männern sinkt die Produktion der Sexualhormone, wodurch die sexuelle Leistungsfähigkeit sinkt. Zudem beginnt die berühmte und berüchtigte Midlife Crisis, in der einige Männer über die Stränge schlagen und mit einem Sportwagen und einer jungen Affäre versuchen, sich ihre Jugend zurückzuholen. Nur leider verschlimmern sie mit der Beziehung mit einer viel jüngeren, sexuell fordernden Frau das Problem, da sie ihren Wünschen nicht nachkommen können.

Die Wechseljahre

Bei Frauen wirken sich die Wechseljahre, die Phase der Hormonumstellung in der Mitte ihres Lebens, ebenfalls sowohl auf den Körper als auch auf die Seele aus. Körperlich, indem der ganze Hormonhaushalt durcheinander gerät und die Produktion der Sexualhormone sinkt. Es wird zudem weniger Scheidenflüssigkeit produziert. Seelisch wirken sich die Wechseljahre ebenfalls gravierend aus. Viele Frauen definieren sich über die Fähigkeit, Kinder gebären zu können. Mit den Wechseljahren wird ihnen diese Fähigkeit endgültig genommen. Dadurch durchleben viele Frauen eine Identitätskrise, sie fühlen sich nicht mehr als vollwertige Frau und müssen sich zunächst einmal an die neue Situation gewöhnen.

Zivilisationskrankheiten und Sexualität

Die Menschen haben mit zunehmendem Alter mit weiteren Herausforderungen zu kämpfen, die vor allem durch ihren Lebenswandel verursacht werden. Die falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, der übermäßige Konsum von Tabak und anderen Genussmitteln führt zwangsläufig dazu, dass die Menschen eine sogenannte Zivilisationskrankheit entwickeln, die zu einer erektilen Dysfunktion und zu sexueller Unlust führen. Und diese Zivilisationskrankheiten sind in den westlichen Industrienationen weit verbreitet. Dabei wäre es einfach, es gar nicht so weit kommen zu lassen.

Falsche Ernährung und keine Bewegung

Sicher, es ist leichter, sich zum Feierabend nach einem langen Tag im Büro eine tiefgekühlte Pizza in den Ofen zu schieben und sich zehn Minuten später ohne einen weiteren Handschlag mit der fertigen Pizza und einem Softdrink auf die Couch fallen zu lassen und dann ins Bett zu gehen. Doch man sollte sich bewusst machen, was man seinem Körper damit antut. Denn Junkfood, Zucker, gesättigte Fette und kurzkettige Kohlehydrate wie weißes Mehl führen zwangsläufig zu Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder Diabetes. Die daraus resultierende unzureichende Durchblutung wirkt sich auch auf den Beckenbereich aus, wodurch das männliche Geschlechtsteil mit zu wenig Blut versorgt wird und auch die Nerven im Becken der Frau sowie die Klitoris dadurch unterversorgt sind.

Kleine Hilfsmittel

Man sollte es also gar nicht erst so weit kommen lassen und bewusster auf seine Ernährung achten und auch für mehr Bewegung sorgen, um das Herz-Kreislauf-System und die Verdauung anzuregen. Ist die erektile Dysfunktion bereits eingetreten oder leidet die Partnerin unter einer dauerhaften Unlust, kann die Medizin abhelfen. Kamagra Oral Jelly, Cialis und Levitra wird wohl jeder Mann zumindest theoretisch kennen. Weniger bekannt hingegen sind die kleinen Helferlein für die Frau, da die Pharmaindustrie die sexuellen Bedürfnisse der holden Weiblichkeit erst seit vergleichsweise kurzer Zeit auf dem Schirm hat. So ist nun ein Viagra für die Frau erhältlich – Lovegra. Das Präparat beinhaltet denselben Wirkstoff wie das Potenzmittel von Pfizer und wirkt bei Frauen ähnlich wie Viagra beim Mann. Neu ist das Medikament Addyi, das allerdings nur bedingt zu empfehlen ist, da dieses Präparat nicht sofort wirkt, sondern über zwei Wochen dauerhaft eingenommen werden muss, damit es die gewünschte Wirkung zeigt.

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