Den zweiten Frühling genießen

Der Begriff „Der zweite Frühling“ dürfte wohl den meisten Menschen bekannt sein. Dieser Begriff bezeichnet eine Phase im Leben von Menschen, die im fortgeschrittenen Alter neue Liebesgefühle empfinden, von Menschen in der zweiten Hälfte ihres Lebens, die sich neu frisch verlieben. Dies kann mehrere Gründe haben. Auch die begehrten Menschen können unterschiedlich sein. So verlieben sich viele Menschen neu in ihren Partner, wenn sie mit ihm in Rente gehen. Oder sie verlieben sich nach einer Trennung in einen anderen Menschen. Auch eine neue Liebe nach dem schmerzhaften Verlust des verstorbenen Partners ist möglich. Was auch immer der Grund ist, mit unseren Tipps genießen Sie ihren zweiten Frühling.

Der Kreislauf des Jahres und der Kreislauf des Menschen

Das Leben des Menschen wird manchmal mit dem Kreislauf des Jahres verglichen. Wie im Frühling des Jahres die Welt wieder auflebt und alles blüht und grünt, blühen auch der Mensch und vor allem seine Gefühle in seinem Frühling, seiner Jugend auf. Im Sommer wächst und gedeiht die Welt, im mittleren Alter, dem Sommer des Lebens wächst und gedeiht auch der Mensch an den Aufgaben, die ihm das Leben stellt, aber auch an den Freuden. Im Herbst beginnt sich die Welt, auf die folgende Ruhephase im Winter vorzubereiten, auch der Mensch beginnt zu ruhen. Doch manchmal bricht der Mensch aus diesem Kreislauf aus und erlebt einen zweiten Frühling.

Je oller, je doller – die berühmte und berüchtigte Zäsur der Midlifecrisis

Der Begriff des „zweiten Frühlings“ ist also nicht nur eine einfache Redensart, sondern hat durchaus einen realen Inhalt. Und im zweiten Frühling treiben es die Menschen nicht selten bunter als in ihrem ersten Frühling, gemäß dem Motto „Je oller, je doller“. Der Grund dafür ist bekannt: die berühmte und berüchtigte „Midlifecrisis“. Die Beziehung hält nun schon viele Jahre, beruflich ist man gefestigt, die Kinder sind aus dem Haus und man hat nun Zeit zum Nachdenken und zum Reflektieren. Da kommen bei vielen Menschen nun Fragen auf, ob das Leben nun vorbei ist und ob man wirklich alles erreicht hat, was man sich als junger Mensch vorgenommen hatte.

Nicht unbedingt „Hasch mich, ich bin der Frühling“ spielen

Darüber hinaus werden Ängste wach, eine Angst davor, alle Höhepunkte erlebt zu haben, vor einem Leben in Routine und Langeweile zu stehen. Hinzu kommen körperliche Umstellungen bei Frau und Mann, der Hormonhaushalt wird umgestellt, die Stimmung ist gereizt. Viele Menschen fallen in dieser Zeit in ein tiefes Loch und versuchen, mit allen Mitteln auszubrechen. Einige Menschen schlagen dabei über die Strenge und spielen „Hasch mich, ich bin der Frühling“, wie der Volksmund Menschen bezeichnet, die im fortgeschrittenen Alter zwanghaft jugendlich wirken wollen.

Den zweiten Frühling mit dem Partner erleben

Niemand muß sich nun einen Porsche kaufen und sich eine dralle, junge Affäre suchen, keine muß nun auf eine Tour durch die Clubs gehen, die Nächte durchtanzen und sich auf One Night Stands wie damals in der Studienzeit einlassen. Kein Paar muß sich zudem trennen, um die Lebensqualität wieder zu steigern und einen zweiten Frühling zu erleben. Nutzen Sie die gewonnene Zeit uns besinnen Sie sich auf das, was sie haben, bevor Sie alles aufs Spiel setzen. Schauen Sie Ihrem Partner in die Augen, lernen Sie ihn neu kennen. Sie werden sehen, auch seine Wünsche und Bedürfnisse haben sich im Laufe der Jahre geändert. Lernen Sie sich ganz neu kennen und verlieben Sie sich neu in den so vertrauten Partner.

Lassen Sie Ihr Liebesleben wieder aufleben

Vergessen Sie dabei nicht die Intimität. Bei vielen Menschen im mittleren Alter ist nach der Routine, die sich ins Leben eingeschlichen hat, die Intimität eingeschlafen. Erinnern Sie sich an ihre Jugend, formulieren Sie Ihre neuen Wünsche, lernen Sie die neuen Interessen ihres Partners kennen und lassen Sie Ihr Liebesleben wieder aufleben. Leider kann es bei einigen Männern im mittleren Alter vorkommen, daß es ihnen schwer fällt, eine Erektion aufzubauen wie in ihrer Jugend. Dies hängt oftmals mit ihrer Lebensweise zusammen. Die falsche Ernährung, Erkrankungen wie Diabetes oder Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System sowie Streß können zu einer erektilen Dysfunktion führen.

Hilfe beim Arzt suchen

Dies ist allerdings heutzutage nicht mehr gravierend. Wichtig ist es, daß Sie sich nicht verschließen und offen mit der Erektionsstörung umzugehen, vor allem gegenüber der Partnerin. Diese wird Sie ganz sicher nicht mit anderen Augen sehen, sondern sich eher freuen, daß Sie so viel Vertrauen zeigen und bei ihr Hilfe suchen. Auf diese Weise wird die Beziehung wieder gefestigt. Gehen Sie mit Ihrer Partnerin zum Arzt und lassen Sie sich untersuchen sowie ein Potenzmittel wie Viagra verschreiben. Damit klappt es ganz sicher wieder.

Weihen Sie in jedem Falle Ihre Partnerin ein

Keinesfalls sollten Sie Ihrer Partnerin verschweigen, daß sie ein solches Potenzmittel kaufen. Sie machen ihr damit keine Freude, sondern überfordern sie vielmehr damit, wenn Sie plötzlich die Potenz eines 20-jährigen haben. Vor allem, wenn die Erektionsstörung bereits eine längere Zeit bestand. Denn wenn sie nicht weiß, was die neue Potenz verursacht, könnte ihre Gedanken in die falsche Richtung gehen und sie etwa eine Affäre vermuten, die Ihnen neue Lust bereitet.

Trauer und Angst, allein bleiben zu müssen

Manchmal müssen Menschen in ihrer zweiten Lebenshälfte leider zunächst einmal eine schwere Zeit durchmachen, bevor sie wieder aufblühen und ihren zweiten Frühling erleben können. Wenn der geliebte Partner stirbt oder nach einer langen Zeit der Beziehung auf einmal eine Trennung durchlebt wird, fällt jeder Mensch in ein tiefes Loch, aus dem nur schwer wieder herauszukommen ist. Stirbt der geliebte Partner, wird einem ein tiefes Loch ins Herz gerissen, von dem man das Gefühl hat, daß es nie wieder gefüllt werden kann. Wer eine Trennung durchlebt, wird nicht selten von einer lähmenden Angst befallen, den Rest seines Lebens allein verbringen zu müssen, man fühlt sich ungeliebt und unattraktiv.

Familie und gute Freunde helfen

Wohl dem, der in dieser schweren Zeit eine liebevolle Familie hat, die sich um die Betroffenen kümmert. Und auch gute Freunde sind wichtig, die einen begleiten und den Betroffenen durch die Tiefphase helfen. Und nicht selten ist es einer dieser Freunde und Freundinnen, denen man nicht nur dankbar ist für die liebevolle Hilfe, mit der sie den Betroffenen zur Seite stehen, sondern zu dem oder der man in dieser Zeit leise Gefühle entwickelt, die sich mit der Zeit verstärken. Man schätzt das Vertrauen, das sich mit der Zeit aufbaut und das Wissen, daß man sich auf diese Person verlassen kann. Und schließlich wollen die wenigsten Menschen allein leben.

Der zweite Frühling ist ein Geschenk

So passiert es oftmals, daß man sich nach der Trauer- oder Trennungszeit in diesen liebevollen Begleiter verliebt und mit ihr den zweiten Frühling erlebt. Das wichtigste, wenn Sie sich über ihre Gefühle klar werden, ist, daß sie kein schlechtes Gewissen haben sollten, wenn Sie sich neu verlieben. Sie sollten den zweiten Frühling als das nehmen, was er ist: ein Geschenk. Ein Geschenk, das Ihnen ein neues Lebensglück verschafft, eine neue Lebensqualität, die Ihnen zeigt, daß das Leben lebenswert ist. Niemand ist dazu gezwungen, seine zweite Lebenshälfte allein zu verbringen, sondern kann sie mit einem anderen Menschen teilen und das Glück mit ihm genießen und neue, erfrischende Höhepunkte genießen.

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