Darauf stehen Frauen und darauf nicht

Den meisten jungen, unerfahrenen Männern, aber auch den älteren, erfahreneren Zeitgenossen brennt in Beziehungsdingen vor allem eine Frage unter den Nägeln: Worauf steht sie im Bett und was sollte ich lieber lassen? Mann versteht die Frauen in manchen Dingen einfach nicht. Zugegeben, die Frage ist auch wirklich schwer zu beantworten. Eine Frau an sich ist vielschichtig und manchmal wechselhaft, zudem unterscheiden sich die Frauen von Frau zu Frau grundlegend. Hier ein Rezept geben zu wollen, was im Bett zum Erfolg führt, ist utopisch. Daher helfen auch die meisten Sexualratgeber nicht weiter, welche den Männern mit einem starren Geheimrezept helfen wollen, ihre Partnerin zu befriedigen. Dennoch gibt es Abhilfe.

Gut informiert sein dank Umfragen

Die meisten Menschen lieben es zu reden. Man muß ihnen nur eine Gelegenheit dazu geben. Vor allem über Sex reden heutzutage viele Menschen gern, die Zurückhaltung früherer Generationen bezüglich Sex ist einer neuen Offenheit gewichen. Und es ist kein Wunder, daß so gern darüber geredet wird, denn das Thema Geschlechtsverkehr ist den Menschen grundlegend wichtig und steht auf einer Stufe mit dem Thema Essen. Heruntergebrochen sind diese beiden Themen die Hauptthemen der Menschheit. Und da die Menschen auch neugierig sind, haben sie die Umfragen erfunden, die auch vor dem Sex der Menschen nicht haltmachen. So kann man sich heutzutage ganz einfach über die Vorlieben und Abneigungen der Geschlechter informieren. Wenn auch nur über die statistische Verteilung der Neigungen und Abneigungen.

Sex vor der Ehe ist heutzutage üblich

Eine Umfrage der Frauenzeitschrift „Glamour“ aus dem Jahr zeigt, wie aufgeschlossen die Frauen wirklich sind und daß sie heute genau wissen, was sie wollen und es auch selbstbewußt einfordern. So muß eigentlich nicht mehr erwähnt werden, daß Sex vor der Ehe heutzutage eine Normalität ist und niemand mehr schief angesehen wird, wenn unverheiratete Paare zusammen wohnen oder sogar Kinder haben. So haben insgesamt knapp 98 Prozent der befragten Frauen geantwortet, daß Sex vor der Ehe vollkommen unproblematisch sei. Ein Viertel dieser Frauen gaben sogar an, daß es wichtig sei, vor der Ehe Sex zu haben, damit man Erfahrungen sammeln könne. Lediglich zwei Prozent der befragten Frauen gaben zur Antwort, daß sie ihre Jungfräulichkeit bis zur Hochzeitsnacht bewahren wollen.

One Night Stands kommt nur nach langer Durststrecke infrage

Wer jetzt denkt, daß die Frauen deswegen leicht zu haben sind, irrt sich. Wer eine Partnerin für eine kurzzeitige Nummer sucht, muß sich bemühen. Lediglich vier Prozent der befragten Frauen gab an, daß sie regelmäßig einen One Night Stand hätten. Knapp die Hälfte der befragten Frauen müssen für eine schnelle Nummer mit einem Unbekannten eine lange Durststrecke hinter sich haben, ein One Night Stand kommt für sie nur nach einer langen Zeit ins Single infrage. Ein One Night Stand ist für 40 Prozent aller Frauen gänzlich tabu.

Polyamorie ist ein No Go

Allgemein sind Frauen ihrer eigenen Aussage nach sehr treu und in einigen Beziehungsfragen auch traditionell eingestellt. Wie etwa bei einer neuen Beziehungsform, die seit einiger Zeit propagiert wird – der Polyamorie. Bei dieser Beziehungsform geht es nicht nur darum, daß die Beziehung mit einem Hauptpartner offen ist, damit Affären möglich sind. Polyamorie bedeutet, daß in der Beziehung nicht nur zwei gleichberechtigte Partner zusammen sind und sich lieben, sondern mehrere Personen, die auf Augenhöhe agieren und oft auch zusammenleben. Lediglich drei Prozent der befragten Frauen gaben an, Polyamorie zu praktizieren. Für 42 Prozent der Frauen ist die Polyamorie eine utopische Idee, die in der Realität nicht funktionieren kann und 54 Prozent der Befragten lehnen diese Gesellschaftsform gänzlich ab.

Swingerclubs und Freunde mit Zugabe

Ähnlich ist es beim Thema „Swingerclub“. Mehr als ein Drittel der befragten Frauen wollen von diesem Thema nichts hören. Fast die Hälfte der Frauen ist da allerdings toleranter und akzeptiert es, wenn andere Paare swingen. Knapp jede sechste Frau würde sich einen solchen Club zumindest einmal ansehen und ein Prozent sind davon begeistert. Interessanter finden viele Frauen hingegen die Beziehungsform der „Freunde mit Zugabe“, also Sex mit einem guten Freund, ohne weitere Verpflichtungen einzugehen. Von dieser Beziehungsform sind mehr als 40 Prozent begeistert, da sie unkompliziert ist. Fast zwei Drittel der Frauen meldeten allerdings Bedenken an. Sie halten nicht viel davon, da sie Angst haben, daß es langfristig die Freundschaft zerstört.

Aber auch beim Sex an sich sind die Frauen viel offener geworden und fordern selbstbewußt ihre Wünsche und Bedürfnisse ein. Dabei holen sie sich auch gern Anregungen in einem Bereich, der eigentlich als Domäne der Männer gilt. Mehr als die Hälfte der Frauen schauen sich gelegentlich Pornos an, rund zwei Drittel akzeptieren es, daß ihr Partner sich ebenfalls erotische Streifen ansieht. Dabei legen Frauen auch gern Hand an sich. Für 85 Prozent der Befragten gehört Selbstbefriedigung natürlich in eine Beziehung. Allerdings möchte jede Dritte Frau dabei allein sein, jede vierte Befragte bindet Selbstbefriedigung allerdings beim Sex ein, um den Partner anzuheizen, ebenfalls jede Vierte demonstriert mit der Selbstbefriedigung, was ihr gefällt.

Ein neuer Trend erobert die Damenwelt – SM

Sexuelle Spielarten, die noch vor einigen Generationen tabu waren, gehören heute für viele zum Sex selbstverständlich dazu. Erotische Spielereien mit Nahrungsmitteln, Sex im Freien, Cunnilingus gehören für die meisten zum festen Repertoire im Bett. Und auch Spielarten des SM werden immer beliebter, eine Sexualpraktika, die noch vor nicht allzu langer Zeit ein deutliches Schmuddelimage hatte, weshalb die meisten Frauen davon nichts wissen wollten. Der Grund ist der Roman „Fifty Shades of Grey“ der die sexuellen Spielarten mit Schmerz und Hierarchie für den weiblichen Leser verarbeitete und damit salonfähig gemacht hatte.

Weiche Spielarten des SM

Niemand muß für SM-Spaß in den dunklen Folterkeller, sich die Ledermaske über den Kopf ziehen und die Peitsche schwingen oder empfangen. Es gibt sehr viel softere Spielarten, welche die Frauen zunehmend begeistern. Fesselspiele gehören etwa für die Hälfte der befragten Frauen dazu. Allerdings sind Fesselspiele nicht unumstritten, die andere Hälfte der Befragten lehnen diese Praktiken ab. Doch die Begeisterung nimmt dennoch zu, wie andere Umfragen zeigen. Der Grund hierfür ist nicht zuletzt, da der Roman „Fifty Shades of Grey“ nun auch filmisch umgesetzt wurde, wodurch er auch Frauen erreichte und das Thema bildhaft, die nur wenig lesen. Softer SM wie Rollenspiele und weitere Spielarten mit der Hierarchie gehören für viele Paare heute selbstverständlich dazu.

Männer sind vom Selbstbewußtsein nicht selten überfordert

Viele Männer sind allerdings von dem neuen sexuellen Selbstbewußtsein ein wenig überfordert. Vor allem Männer, die ohnehin bereits Schwierigkeiten damit haben, eine Erektion aufzubauen. Und auch sehr sensible Männer, die bereits bei normaler sexueller Stimulation zu schnell kommen und die bei der selbstbewußten und intensiven Stimulation ihrer Partnerin nun bereits nach wenigen Sekunden explodieren. Sie müssen sich erst an diese neue Situation gewöhnen. Dies gelingt nicht zuletzt mit kleinen Helferlein.

Potenzmittel werden von den Frauen akzeptiert

So sorgen etwa Viagra und Co. dafür, daß der Partner auch seinen Mann stehen kann und sogar mehrfach kann, wenn es beim SM etwas intensiver zugeht. Beim vorzeitigen Samenerguß hilft Dapoxetin. Und keine Angst Männer, die Frauen werden euch nicht als halber Mann sehen, wenn ihr Potenzmittel einnehmt. Seit der Markteinführung von Viagra hat sich das Verständnis der Erektionsprobleme der Männer gewandelt. Potenzmittel oder Dapoxetin sind heute sehr weit verbreitet, die Präparate werden auch von nahezu allen Frauen akzeptiert, wie weitere Umfragen zeigen.

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